Vera Immitzer hebt hervor wie der bisherige Made in Europe Bonus die PV-Förderung beflügelt und auch künftig die Energieversorgung stärkt.

Europa hat zumindest teilweise erkannt, wie abhängig es vom außereuropäischen Markt ist und wie strategisch wichtig es ist die Abhängigkeit zu reduzieren. Gerade bei der Energiewende – und hier vor allem bei der PV- und Stromspeicherung – braucht es wieder mehr Selbstversorgung. Deshalb schreiben neue EU-Vorgaben vor, dass ein Teil der Fördermittel für erneuerbare Energieprojekte künftig gezielt für Anlagen reserviert wird, die mit europäischen Komponenten gebaut werden.

PV aus und für Europa

In Österreich wurden bereits zwei Förderrunden nach diesem Prinzip abgewickelt. Wir waren eines der ersten Länder, die einen Bonus für europäische Komponenten umgesetzt haben – und wurde dafür auch auf EU-Ebene positiv hervorgehoben. Der Made in Europe Bonus hat ein bemerkenswertes Ergebnis erreicht: Rund jede zweite Anlage wurde mit europäischen Komponenten gebaut. Das zeigt, dass die heimischen Betriebe aber auch die Endkunden bereit sind, auf europäische und österreichische Technologien zu setzen.  

Im kommenden Jahr sollen die Förderbedingungen weiterentwickelt werden. Neben technologischen Aspekten rücken auch Themen wie Cybersecurity, Resilienz und Nachhaltigkeit stärker in den Fokus. Gemeinsam mit der Technologieplattform Photovoltaik erarbeiten wir praxisnahe Vorschläge, um den Bonus gezielt so auszugestalten, dass er die europäische PV-Industrie stärkt und gleichzeitig die bürokratische Belastung für Betriebe reduziert. 

Für Elektrikerinnen und Elektriker bedeutet das: Die Nachfrage nach hochwertigen, europäischen Komponenten wird weiter steigen – ebenso wie die Bedeutung fachgerechter Planung und Installation. Europa setzt hier ein wichtiges Signal für eine zukunftssichere, unabhängige und qualitativ hochwertige Energieversorgung. 

Vera Immitzer, Geschäftsführerin Bundesverband Photovoltaic Austria

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