Die wichtigste Jahreszeit fürs Fahrrad und E-Bike ist eigentlich der Sommer. In der warmen Jahreshälfte wird deutlich mehr Rad gefahren und es werden auch die meisten Räder gekauft. Damit Sie rechtzeitig informiert sind und die Wahl eines neues E-Bikes mit fachkundiger Beurteilung treffen können, testen wir also vorher – beim E-Bike-Test 2026.

D.h. mitten im Winter. Ab Ende November und dann bis in den Januar hinein treffen bei uns die Testräder ein. Wir testen also noch knapp vor Weihnachten, unmittelbar nach den Feiertagen und dann direkt in den ersten Tagen des neuen Jahres. Dass uns da das Wetter manchmal übel mitspielt, gehört dazu. Insbesondere Anfang Januar hatten wir dieses Jahr mit Schneetreiben, Glatteis und Eiseskälte zu tun – aber es hilft ja nichts. Wir ziehen uns also warm an und stürzen uns raus ins Winterwetter. Zugegebenermaßen macht es ja auch Spaß, wir lieben die Outdoor-Office-Zeit auf den E-Bikes.

Zum Test gehört aber nicht nur die Fahrt, auch wenn diese natürlich ein zentraler Bestandteil ist. Wir arbeiten uns beispielsweise intensiv in die immer umfangreicher werdenden Apps ein und schauen, welche Daten die Displays anzeigen. Wir vergleichen Garantieleistungen und Gewichtsbeschränkungen der Hersteller, wiegen jedes Rad, messen die Durchstiegshöhe und testen die Tragbarkeit der Räder, kontrollieren bei Dunkelheit die Leistung der Lichtanlagen und schauen uns genau an, wie einfach etwa der Gepäckträger oder die Einstellbarkeit des Vorbaus zu handhaben ist. Dies sind nur Beispiele.

Mehr als 120 Parameter umfasst unser Testschema, d. h. wir nehmen uns für jedes E-Bike entsprechend Zeit. Um Sie nicht komplett zu überfordern, fassen wir unsere Erkenntnisse kompakt zusammen, stellen im Testbrief auch nur Überpunkte dar, hinter denen sich diverse Detailkriterien verbergen.

E-Bike-Test 2026: 63 Räder im Test

In Medienberichten geht oft hervor, dass es der Fahrradbranche nicht besonders gut geht. Einige Insolvenzen wurden 2025 verkündet, auch von namhaften Herstellern. Mit Rabatten wird versucht, die vollen Lager leerzuräumen. Doch der Eindruck täuscht: Die meisten Hersteller kommen nicht nur durch die Krise, sondern überwinden sie aktuell bereits. Auf den Fahrradmessen Eurobike und Cyclingworld wurden jede Menge neuer Modelle für 2026 vorgestellt und für unseren Test haben wir 63 (!) neue E-Bikes angeliefert bekommen.

Zur Erklärung: Wir kaufen die Räder nicht beim Händler ein, sondern bekommen sie von den Herstellern zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Dabei bekommen wir auch ziemlich genau mit, wie die Branche gerade tickt und was sie umtreibt. Sind die Hersteller auffallend zurückhaltend bei neuen Modellen und folglich auch bei Testrädern, ist das insgesamt kein gutes Zeichen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, wir nehmen Aufbruchsstimmung wahr.

Die Testräder teilen wir zur Vereinfachung in drei Welten ein, in denen sie „zuhause“ sind. Beginnend mit Trekking/Tour, darauf folgt das Segment City/Cargo sowie zum Abschluss der Bereich Sport.

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E-Bike-Test 2026: Trekking und Tour

Unsere Trekking-Welt ist immer besonders umfassend, in diesem Jahr sind ganze 30 E-Bikes dabei. 13 Räder davon gehören zur Unterkategorie Trekking-Standard und markieren den Beginn der Testbrief-Strecke. Das klassische Trekkingrad ist in Deutschland besonders populär und das zu Recht – die Allrounder sind für vieles zu haben. Sie zeichnen sich durch eine vielseitige Alltagsausstattung, Federgabel, einen starken Antrieb und einen großen Akku aus, machen Pendelfahrten genauso mit wie Urlaubsreisen.

Trekkingräder beim E-Bike-Test 2026

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung Lankeleisi MG600 Lite 1599 Euro 2,0 – Gut Kumo Travel Sport 2499 Euro 1,9 – Gut Fischer Terra 6.8i Ultimate 2699 Euro 1,9 – Gut Fischer Viator 6.8i Ultimate 2699 Euro Preis/Leistung 1,8 – Gut Deruiz Mica Pro 2799 Euro 1,7 – Gut Pegasus Solero Evo 10 2999 Euro Empfehlung 1,6 – Sehr gut KTM Macina Style 830 3999 Euro 1,6 – Sehr gut Rose Xtra Watt Plus 3 4300 Euro 1,8 – Gut Giant Anytour X E+ 1 4899 Euro Empfehlung 1,5 – Sehr gut Kalkhoff Endeavour 5+ AdvanceTestbrief 4899 Euro 1,6 – Sehr gut Riese & Müller Charger5 vario 6199 Euro Empfehlung 1,4 – Sehr gut Tout Terrain Appia Select 6.1 6999 Euro 1,5 – Sehr gut Electrolyte Bergblitz S9E TE 8388 Euro 1,6 – Sehr gut

Trekking light

Es folgen drei Trekkingräder, die wir dem Segment Trekking-Light zugeordnet haben. Diese etwas leichteren E-Trekker sind mit kleineren Akkus und Motoren ausgestattet, die über weniger Wumms verfügen. Dafür punkten sie mit einer Fahrweise, die der eines Trekkingrades ohne Motor ähnelt. Ein spannendes Konzept für Tourenfahrer und Pendler, die gerne auch auf ihre eigene Muskelkraft setzen.

Diese Räder der Kategorie Trekking light haben wir getestet

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung Yuccie Yunico Active 2399 Euro Preis/Leistung 1,4 – Sehr gut Canyon Pathlite:ONfly 7Testbrief 2899 Euro 1,4 – Sehr gut KTM Macina Sport SX Elite Di2 4699 Euro Innovation 1,5 – Sehr gut

SUV-Bikes

Darfs von allem ein bisschen mehr sein? Dann bitte direkt zu den SUV-Bikes springen. Zehn geländetaugliche Tourenräder der SUV-Klasse sind mit im Test. Sie überzeugen mit starken Motoren, extra viel Reichweite, dicken Reifen und Federung vorne und hinten. Oft sind sie für ein hohes zulässiges Gesamtgewicht entwickelt, womit sie die richtige Wahl für schwere Fahrer oder solche mit hoher Gepäckanforderung sind.

Die Ausstattung bedingt aber auch, dass wir es mit schwereren E-Bikes um 30 kg zu tun haben. Wer sein Rad selten tragen muss, kann diesen Punkt ignorieren. Er wird von den SUV-Bikes mit viel Fahrspaß im Gelände überrascht.

Diese SUV-Bikes haben wir beim E-Bike-Test 2026 getestet

Exoten

Vier Exoten mit drei Rädern machen den Abschluss des Trekking-Segments aus.

Liegeräder / Trikes beim E-Bike-Test 2026

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung VanRaam Thuja 8499 Euro 2,0 – Gut VanRaam Easy Rider Explore 9299 Euro 1,5 – Sehr gut Hase Kettwiesel One Plus 10.600 Euro Empfehlung 1,4 – Sehr gut HP Velotechnik Scorpion FX 26 12.565 Euro 1,4 – Sehr gut

City und Cargo

Mit 26 Testrädern in fünf Unterkategorien folgen die Stadträder. In der Stadtwelt tummeln sich alle Räder, die vorrangig in den urbanen Raum passen, sich im Alltag und auf Asphalt bewähren. Das war es auch schon mit Gemeinsamkeit, denn diese Klasse ist ungeheuer vielseitig.

Wir beginnen mit dem Segment City-Standard, also klassischen Stadträdern für den Alltag. Die neun Testräder sind vielseitig, bieten jede Menge Komfort und sind vergleichsweise günstig.

City Standard beim E-Bike-Test 2026

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung Prophete Geniesser 5.0 2499 Euro 2,2 – Gut Yuccie Yunico Flow 2499 Euro Preis/Leistung 1,4 – Sehr gut Fischer Cita 6.8i Ultimate 2599 Euro 2,1 – Gut Kumo Urban ComfortTestbrief 2699 Euro Design 1,5 – Sehr gut MyVelo Nizza E-Bike Trekking 2990 Euro 1,7 – Gut Canyon Citylite:ON step-through 2990 Euro Empfehlung 1,5 – Sehr gut Kreidler Vitality 4.0 3599 Euro Preis/Leistung 1,5 – Sehr gut Kalkhoff Image 3 EXC 380 4399 Euro 1,6 – Sehr gut Winora Sinus FS R5f Pro 6299 Euro 1,5 – Sehr gut

Urbanbikes

Die fünf darauffolgenden Testbriefe rücken Urbanbikes in den Mittelpunkt. Sogenannte Urbanbikes sind oft besonders leicht und sportlich sowie etwas minimalistischer ausgestattet.

Urbanbikes beim E-Bike-Test 2026

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung Raleigh One 2699 Euro Design 1,9 – Gut Reany Bikes W1Pro 3499 Euro Design 1,8 – Gut Velo de Ville Revo-C 4275 Euro 1,7 – Gut Bzen Monaco 4290 Euro Empfehlung 1,6 – Sehr gut Cannondale FlyingV 2 4999 Euro Innovation 1,6 – Sehr gut

Falträder und Kompaktbikes

Die sechs Falträder sowie das Kompaktbike im Anschluss überzeugen mit reduzierten Maßen und sind dennoch oft überraschend tourentauglich. Im Vordergrund steht aber ihr Handling im Alltag und ihre Nutzbarkeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung Crivit Foldx 530 999 Euro Preis/Leistung 2,0 – Gut MyVelo Berlin 2199 Euro 2,0 – Gut EMQ Lite/16 2383 Euro 2,0 – Gut Uto Pro20 2999 Euro 1,9 – Gut Tern Vectron P5i 4499 Euro 1,5 – Sehr gut Brompton Electric P-Line 4999 Euro Empfehlung 1,3 – Sehr gut i:SY P12 ZR Adventure 6199 Euro Empfehlung 1,6 – Sehr gut

Cargobikes beim E-Bike-Test 2026

Den Abschluss unserer Citywelt bilden die Cargobikes, bei denen Longtails mit verlängertem Heck genauso zu finden sind wie Long Johns mit Wanne an der Front. Alle fünf Lastenräder sind vor allem für die Mitnahme von Kindern entwickelt.

Sport: MTB und Gravel

Die richtigen Bikes für den Adrenalinkick finden sich im Sport-Segment. Hier haben wir es in diesem Jahr sowohl mit Mountainbikes als auch mit Gravelbikes zu tun. Los gehts mit zwei Hardtails, die nur vorne Federung aufweisen, gefolgt von drei Fullys, die voll aufs Ganze gehen, auch was die Federung angeht.

E-MTB Hardtail

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung Deruiz Dolomit 2399 Euro 2,1 – Gut MyVelo Himalaya E-MTB 3599 Euro Preis/Leistung 1,7 – Gut

E-MTB Fullsuspension

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung Fischer Montis 10.0i Fully Ultimate 3999 Euro 1,7 – Gut MyVelo Stelvio E-Fully MTB 4499 Euro 1,7 – Gut Bulls Copperhead EVO AM 2 4999 Euro Empfehlung 1,4 – Sehr gut

E-Gravelbikes beim E-Bike-Test 2026

Abgerundet wird die Strecke durch die E-Graveler – die Schotterhelden liegen sowohl mit als auch ohne Motor einfach voll im Trend.

Marke Modell Preis Prädikat Bewertung Prophete Graveler 1.0 Diamant 1699 Euro Preis/Leistung 1,6 – Sehr gut Merida eSilex+ 600Testbrief 2999 Euro Empfehlung 1,5 – Sehr gut

Da geht die Reise hin

Der Große ElektroRad-Test zeigt uns jedes Jahr, wohin die Reise der Radbranche geht. Wir sehen: Trekkingräder sind weiterhin enorm wichtig, SUVs spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Bei den Stadträdern dominieren klassische Modelle, sie sind ja auch der beste Einstieg ins E-Biken. Dass im Sportbereich vor allem Mountainbikes Platz finden, überrascht ebenfalls wenig: MTBs werden immer seltener ohne Motor verkauft, wie aktuelle Statistiken der Fahrradbranche zeigen.

Insgesamt fällt auf, dass weniger extrem teure E-Bikes mit dabei sind. Und noch nie war der Anteil an Rädern unter 3000 Euro so groß wie in diesem Jahr, man findet sie in allen Kategorien. Das günstigste Pedelec liegt übrigens bei 899 Euro (Faltrad Foldx von Crivit), das teuerste bei 12.565 Euro (Liegerad Scorpion FX 26 von HP Velotechnik).

Wichtiges zum Schluss

Bevor Sie sich in die Testbriefe vertiefen: Machen Sie sich Ihre eigenen Ansprüche bewusst. Denn es gibt nicht das eine richtige E-Bike, das für jeden passt. Unser Test zeigt auch kein Ranking von besonders schlechtem zu besonders gutem Rad. Der Große ElektroRad-Test 2026 verrät Ihnen stattdessen, für wen welches Rad das richtige ist. Deshalb zeigen unsere Testbriefe auch nicht nur eine Endnote, sondern geben detailliert wieder, für welchen Einsatzzweck und Anspruch sie geeignet sind. Nicht zuletzt ist es auch eine Budgetfrage, für welches Rad man sich entscheidet.

Schließlich danken wir noch all unseren Helfern im Hintergrund: Manuela Hiendleder und Marina Wolf (Logistik), Erwin Kratzer (Werkstatt) und Fotograf Gideon Heede. Ohne sie würde gar nichts laufen. Ich danke sowohl diesen fleißigen Helfern genauso wie dem gesamten Test-Team, das erneut alles gegeben hat. Ihr seid die Besten!

Erstveröffentlichung: 2. Februar 2026