Mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen in Münster hat im Jahr 2025 in Teilzeit gearbeitet. Dem Landesstatistikamt IT.NRW zufolge lag die Teilzeitquote bei 34,6 Prozent – und damit über dem NRW-Durchschnitt (30,4 Prozent).
In absoluten Zahlen ausgedrückt: 67.694 von insgesamt 195.498 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Münster haben regelmäßig weniger gearbeitet, als durch die wöchentliche Regelarbeitszeit vorgegeben.
Jede zweite Münsteranerin in Teilzeit
Frauen sind nach wie vor deutlich häufiger in Teilzeit beschäftigt als Männer. Im Jahr 2025 waren 19.294 Münsteraner teilzeitbeschäftigt und 48.400 Münsteranerinnen. Bedeutet: Jede zweite weibliche Beschäftigte arbeitete zuletzt in Teilzeit, bei Männern war es nur jeder fünfte.
Insgesamt stieg die Teilzeitquote in Münster in den vergangenen zehn Jahren um knapp fünf Prozentpunkte – bei Männern etwas mehr als bei Frauen. 2015 arbeiteten 14,2 Prozent der männlichen Beschäftigten in Teilzeit, 2025 waren es 19,6 Prozent. Bei den Frauen stieg dieser Wert im Zehnjahresvergleich um knapp vier Prozentpunkte.
Die Ursachen für die Teilzeittätigkeit sind vielfältig. Im Jahr 2024 veröffentlichte das Statistische Bundesamt eine Analyse zu den Beweggründen. Demnach reduzierten über 40 Prozent der Teilzeitkräfte ihre Arbeitszeit bewusst, um mehr Zeit für sich oder für die Kinder zu haben. 27 Prozent nannten die Betreuung von Kindern oder anderen Angehörigen als Grund. Weitere Beweggründe: Manche wollen eine Vollzeitstelle, finden aber keine. Andere nannten gesundheitliche Gründe.
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