Laut Direktorin Astrid Böhmisch will die Leipziger Buchmesse künftig nicht mehr jedes Jahr unter einem rein nationalen Blickwinkel auf Literatur blicken. „Ein Fokusthema kann für Besucherinnen und Besucher eine Klammer, ein Energiefeld sein, zu dem Inhalte und Bücher passend gruppiert werden können“, erläutert Böhmisch die Neuerung im Gespräch mit MDR KULTUR.

In diesem Jahr sei mit der Donau zwar auch eine Region ausgewählt worden, es könne in Zukunft aber auch ein abstraktes Thema oder bestimmtes Genre im Mittelpunkt stehen. Das Fokusthema soll sich immer mit einem Gastland abwechseln.

Ein Fokusthema kann für Besucherinnen und Besucher eine Klammer sein, zu dem Inhalte und Bücher passend gruppiert werden können.

Astrid Böhmisch, Direktorin Leipziger Buchmesse

2026 im Fokus: Die Donau

Der diesjährige thematische Schwerpunkt „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“ blickt auf den 2.800 Kilometer langen Fluss und seine Anrainerstaaten. „Die Länder, die sich in den heutigen Grenzen an der Donau entlangreihen, befinden sich ja in Regionen, die seit Jahrhunderten zu großen Reichen gehört haben, wie etwa die K&K-Monarchie oder das Osmanische Reich“, sagt Buchmessedirektorin Böhmisch.

Der Fokus richte sich darauf, was gesellschaftlich, historisch und politisch auf beiden Seiten des Flussufers geschehen sei und aktuell geschehe. „Wir haben uns die Frage gestellt, gibt es ein verbindendes Element, was trennt diese Perspektiven und Literatur und was eint sie?“