Der US-Journalist Don Lemon hat seine Festnahme auf Anweisung des Justizministeriums im Zusammenhang mit einem Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE als Einschüchterung kritisiert. „Sie wollen einen bloßstellen. Sie wollen einen einschüchtern. Sie wollen Angst verbreiten“, sagte der frühere Moderator des Senders CNN in der Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live“ am Montagabend (Ortszeit).

Video | Lage in Minnesota eskaliert weiter: Jetzt werden Journalisten festgenommen

Video lädtPlayer wird geladenQuelle: t-online

In der Sendung betonte Lemon erneut, er sei als Journalist vor Ort gewesen, nicht als Demonstrant. Darin bestehe ein Unterschied, betonte er. Lemon nutzte die Sendung auch, um die US-Medien zu kritisieren. Medienhäuser seien aus Angst vor politischem Druck „gelähmt“, etwa aus Sorge, den Zugang zur Regierung zu verlieren oder verklagt zu werden, sagte er. Es sei nicht die Zeit für falsche Ausgewogenheit, sagte Lemon. „Manche Dinge sind objektiv falsch.“

Ein US-Bundesrichter hat im Fall eines weiteren von Präsident Donald Trump gestoppten Windkraftprojekts an der US-Ostküste dessen Fortsetzung ermöglicht. Der dänische Energiekonzern Örsted erklärte am Montag, die Arbeiten am Offshore-Windpark Sunrise Wind bei New York würden „sofort“ wieder aufgenommen. Das eigentliche Gerichtsverfahren um das Projekt wird derweil fortgesetzt.