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In den USA macht ein Wohntrend die Runde, der in Deutschland so selbstverständlich ist wie Brot vom Bäcker: Fenster auf, Luft rein. Denn in den sozialen Netzwerken wie Tiktok entdecken Amerikaner gerade das Lüften – und nennen es „House Burping“, also auf Deutsch: Haus-Rülpsen.

Gemeint ist nichts anderes als Stoßlüften. Auf TikTok verkaufen US-Nutzer das als simplen Alltagstrick, der angeblich sogar „Krankheiten fernhalten“ soll. Vorbild ist eine Praxis, die in deutschen Wohnungen seit Jahrzehnten Alltag ist. Auch der britische „Guardian“ und die „Washington Post“ berichten über den Frischluft-Trend nach deutschem Vorbild. Die Reaktionen aus Deutschland sind überwiegend belustigt. In sozialen Netzwerken heißt es spöttisch, die USA hätten „frische Luft entdeckt“.

In den USA dominieren Klimaanlagen

Dass profanes Lüften bei den Amerikanern zu einem solchen Thema wird, könnte daran liegen, dass in den USA auch in den meisten Privathaushalten Klimaanlagen installiert sind. Wer seine Wohnung oder sein Haus immer auf die Temperatur einstellen kann, die er gerne haben möchte, hält es offenbar nicht für nötig, noch händisch Frischluft hereinzulassen.

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So kommt es immer wieder dazu, dass „Lüften“ als Trend in die USA schwappt – dieses Mal mit einem besonders kreativen Titel: dem Haus-Rülpsen.

Währenddessen gibt es hierzulande selbst von Behörden Anleitungen für den richtigen Luftaustausch in den eigenen vier Wänden. „Richtiges Lüften und Heizen hilft, die Innenraumluft zu verbessern, Schimmelbildung zu vermeiden und ein gesundes Raumklima zu erhalten“, schreibt zum Beispiel das Umweltbundesamt über die Vorteile des Lüftens – nebst genauen Anleitungen, wie bei Stoßlüften, Lüften bei Wasserdampf und Lüften bei eingeschalteter Heizung zu verfahren ist. Nicht umsonst schreibt der „Guardian“: „Neu in Amerika, uralt in Deutschland.“