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Die Nachricht kam überraschend: Andi Hoti (22) wechselt vom 1. FC Magdeburg nicht zu Dynamo Dresden, sondern zu Eintracht Braunschweig. BILD erklärt die Hintergründe.

Fest steht: Dynamos Neu-Sportchef Sören Gonther (39) hat nichts unversucht gelassen, den Innenverteidiger elbaufwärts zu holen. Aber am Ende scheiterte der Deal an FCM-Sportboss Otmar Schork (68).

Der hatte Anfang des Jahres zwar einem Vereinswechsel des ausgemusterten Kosovo-Schweizers zugestimmt („Er ist freigestellt, um sich was anderes zu suchen“), in den Verhandlungen mit Dresden zeigte er sich allerdings – wie schon im vergangenen Sommer – extrem stur.

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Schork ließ Gonther mit mehreren Kauf-Angeboten abblitzen, beharrte auf einer Ablösesumme von 250.000 Euro. Ein echtes Brett für einen Spieler, der zur U23-Mannschaft abgeschoben wurde und dessen Vertrag zudem im Sommer ausläuft.

Dresden bietet 250.000 Euro – Schork blockt weiter

Am Ende wurde es noch krasser. BILD weiß: Dynamo war schließlich bereit, die geforderte Summe zu zahlen, sah Hotis Verpflichtung als Investition in die Zukunft. Doch Schork blockte weiter. Er klapperte stattdessen auf der Suche nach anderen Käufern offenbar die Vereine regelrecht ab.

Als mit Braunschweig schließlich wenige Tage vor Transferschluss tatsächlich ein weiterer Interessent auftauchte, stand Hoti vor der Wahl: Entweder er wechselt zur Eintracht, oder er muss seinen Vertrag beim FCM bis zum Ende absitzen.

Wie Otmar Schork den Hoti-Wechsel nach Dresden verhinderte, war nicht die feine englische Art

Wie Otmar Schork den Hoti-Wechsel nach Dresden verhinderte, war nicht die feine englische Art

Foto: Ronny Hartmann

Gonther bestätigt das sogar, ist entsprechend angefressen. In einem Interview auf der Vereins-Homepage sagt er zum Thema Hoti: „Die Qualität von Andi ist jedem in Dresden aus der Vorsaison bekannt. Wir haben Magdeburg im Schlussspurt ein sehr gutes Angebot unterbreitet, bei dem wir uns nichts vorzuwerfen haben. Am Ende ist es aber die Entscheidung der Verantwortlichen in Magdeburg, wenn der Spieler in keinem Fall in unseren Farben auflaufen soll.“

Tischtuch endgültig zerschnitten

Rums! Für diese Blockade-Strategie gibt es nur eine Erklärung: Schork sieht Dynamo Dresden mehr noch als Braunschweig als gefährlichen Konkurrenten im Zweitliga-Abstiegskampf – und hat Angst, diesen mit einem Hoti-Transfer noch zu stärken.

Das ist vielleicht sogar noch nachvollziehbar. Die Methoden, genau das zu verhindern, sind allerdings mehr als zweifelhaft. Fakt ist: Solange ein Otmar Schork beim 1. FC Magdeburg Sportchef ist, braucht Dynamo nicht mehr um FCM-Profis zu buhlen. Denn das Tischtuch ist jetzt endgültig zerschnitten…