Newsblog zur US-Politik

Super Bowl fürchtet Trumps Migranten-Jäger

Aktualisiert am 04.02.2026 – 01:19 UhrLesedauer: 44 Min.

Minneapolis: Eine Person wird von maskierten ICE-Agenten festgenommen.Vergrößern des Bildes

Minneapolis: Eine Person wird von maskierten ICE-Agenten festgenommen. (Quelle: Ryan Murphy/AP)

Der Regierungsstillstand in den USA könnte bald enden. Die Clintons wollen in der Causa Epstein aussagen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die USA wollen mit einer neuen Allianz für kritische Rohstoffe die Marktmacht Chinas brechen. Rund 30 Länder wollten dem Bündnis beitreten, sagte US-Innenminister Doug Burgum am Dienstag auf einer Konferenz in Washington. Länder wie Japan, Australien und Südkorea seien bereits dabei. „Wir haben Pläne, in dieser Woche noch elf weitere solcher Abkommen bekannt zu geben“, sagte Burgum. Zudem hätten bis zu 20 weitere Länder
starkes Interesse bekundet.

Washington will damit der aus seiner Sicht von China betriebenen Preismanipulation bei Lithium, Nickel und Seltenen Erden entgegenwirken. Diese Rohstoffe sind für die Herstellung von Elektroautos, Hightech-Waffen und Elektronik von entscheidender Bedeutung. „Wenn es einen dominanten Akteur gibt, der den Markt mit einem bestimmten Material überschwemmen kann, kann er den wirtschaftlichen Wert der Produktion eines Unternehmens oder Landes zerstören“, sagte Burgum. Die Allianz solle einen zollfreien Handel und einen Mindestpreis für die Rohstoffe umfassen.

Die Mindestpreise sollen nach den Worten Burgums langfristiges privates Kapital anziehen. Unternehmen könnten in den Abbau und die Veredelung investieren, wenn sie wüssten, dass es einen stabilen Markt gebe und sie keinen Preisverfall fürchten müssten. Präsident Donald Trump hatte erst am Montag eine strategische Mineralienreserve namens „Project Vault“ ins Leben gerufen, die mit Krediten in Höhe von zehn Milliarden Dollar unterlegt ist.

Die Agenten der US-Einwanderungsbehörde ICE sollen rund um den Super Bowl am kommenden Sonntag in Kalifornien keine Rolle spielen. Das ließ Cathy Lanier, die Sicherheitschefin der US-Football-Liga NFL, am Dienstag wissen. Sie widersprach damit jüngsten Medienberichten. „Rund um den Super Bowl oder die damit verbundenen Veranstaltungen sind für diese Woche keine geplanten Einsätze von ICE vorgesehen, die auf Fans abzielen“, sagte Lanier.

Das Endspiel der NFL ist das größte jährliche Sportereignis der USA, in diesem Jahr findet es in Santa Clara im Stadion der San Francisco 49ers statt. Corey Lewandowski, ein leitender Berater der US-Heimatschutzministerin Kristi Noem, hatte im vergangenen Jahr noch Einsätze rund um das Finale angekündigt. „Es gibt keinen Ort, der Menschen, die sich illegal in diesem Land aufhalten, einen sicheren Hafen bieten kann – nicht beim Super Bowl und nirgendwo sonst“, sagte Lewandowski.