30 Kilometer Stau aufgelöst
Schneefall legt Hessen lahm: 100 Flüge gestrichen, A3 wieder frei
Aktualisiert am 04.02.2026 – 01:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mensch läuft bei starkem Schneefall über eine Straße in Frankfurt: Es kam zu zahlreichen Unfällen. (Quelle: Boris Roessler/dpa)
Ein heftiger Wintereinbruch erreicht Hessen. Am Flughafen fallen 100 Flüge aus. Noch gravierender waren die Auswirkungen auf der A3.
Der Wintereinbruch hat in Frankfurt und Hessen am Dienstagnachmittag massive Auswirkungen gehabt. Am Frankfurter Flughafen sind etliche Flüge ausgefallen, auch auf den Straßen ist und war zeitweise kein Durchkommen mehr gewesen.
„Auf unseren Autobahnen geht gerade fast nichts mehr“, sagte ein Sprecher der Polizeiautobahnstation Wiesbaden am frühen Abend. Betroffen war unter anderem die A3. Dort staute sich der Verkehr zwischen Raunheim und Idstein auf knapp 30 Kilometern Länge.
Am späten Abend hatte sich der Stau schließlich weitestgehend aufgelöst. Auf der A3 würden keine Lastwagen mehr stehen. Wann sich die Situation auf der A3 völlig entspannen würde, war zunächst unklar.
Der Stau hatte sich zwischen Raunheim und Idstein gebildet und war zwischenzeitlich 30 Kilometer lang. Auf den Autobahnen rund um Wiesbaden gab es am Dienstag witterungsbedingt starke Behinderungen. In der Nacht meldete die Autobahnpolizei zunächst keine Staus mehr.
Dennoch müssten Verkehrsteilnehmer weiter viel Geduld mitbringen, betonte eine Polizeisprecherin.
Am Frankfurter Flughafen entspannt sich die Situation ebenfalls langsam. Dort waren bis zum Abend rund 100 von 922 Flügen annulliert worden. Das teilte der Flughafenbetreiber Fraport mit. Der Flugbetrieb an Deutschlands größtem Airport war am Dienstag zeitweilig lahmgelegt gewesen. Grund sei die Schneedecke auf den Start- und Landebahnen, hieß es.
Inzwischen seien eine Start- und eine Landebahn geräumt worden und der Flugbetrieb sei wieder angelaufen, sagte ein Sprecher. Mit Verzögerungen müsse aber weiterhin gerechnet werden. Der Sprecher appellierte an Reisende, sich rechtzeitig bei den jeweiligen Airlines über ihre Verbindungen zu informieren und für die Anreise zum Flughafen aufgrund der Witterungsbedingungen rund um Frankfurt ausreichend Zeit einzuplanen.
Auch im Stadtgebiet kam es am Nachmittag zu Behinderungen. Dort wurden nach Angaben der Polizei binnen drei Stunden rund 50 Unfälle gemeldet. Dabei habe es sich größtenteils um Blechschäden gehandelt, hieß es. Laut der Autobahnpolizei Frankfurt gab es auf der A 661 und auf der A 66 einzelne Unfälle.
Der Deutsche Wetterdienst warnte am Abend für Regionen nördlich von Frankfurt am Main und Wiesbaden vor starkem Schneefall. In einer amtlichen Unwetterwarnung heißt es, es bestehe Gefahr für Leib und Leben durch eine geschlossene Schneedecke, eingeschränkte Mobilität, blockierte Verkehrswege und Glatteis. Die Warnung wurde inzwischen aufgehoben.
