
US-Präsident Donald Trump findet deutliche Worte vor den Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi.
Quelle: AFP
Vor der zweiten Verhandlungsrunde zwischen Moskau und Kiew in Abu Dhabi hat US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Krieges in der Ukraine aufgerufen.
Ich will, dass er den Krieg beendet.
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Donald Trump, US-Präsident
Zugleich äußerte sich Trump anerkennend über Putin. Der Kreml-Chef habe „sein Wort gehalten“, indem er die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte für den vereinbarten Zeitraum ausgesetzt habe. Eine Woche sei „viel“, sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus und fügte hinzu: „Wir nehmen alles, denn es ist dort wirklich sehr, sehr kalt.“
In der Nacht zu Dienstag führte Russland nach einer kurzzeitigen Feuerpause wieder schwere Luftangriffe auf Kiew, Charkiw und andere ukrainische Städte durch. Erneut saßen Millionen Menschen bei strengem Frost ohne Strom und Heizung da. „Die kältesten Wintertage auszunutzen, um die Bevölkerung zu terrorisieren, ist Russland wichtiger als Diplomatie“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Vor dem zweiten Verhandlungstreffen in Abu Dhabi hat Russland schwere Luftangriffe auf Kiew geflogen – und damit die von den USA vermittelte Feuerpause verletzt, so Selenskyi.
04.02.2026 | 2:09 min
Verhandlungsrunde zwischen Russland und Ukraine in Abu Dhabi
Am Mittwoch wollen Unterhändler aus Kiew und Moskau in Abu Dhabi zu weiteren direkten Gesprächen über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges zusammenkommen. Die für zwei Tage angesetzten Verhandlungen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate werden von den USA vermittelt.
Eine erste trilaterale Gesprächsrunde, um Möglichkeiten für ein Ende der Kämpfe auszuloten, hatte Mitte Januar stattgefunden. Ein Termin am vergangenen Sonntag wurde verschoben.
Beide Seiten sind sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen inzwischen in mehreren Punkten einig. Hauptstreitpunkt bei den Verhandlungen bleibt jedoch die Forderung Moskaus nach einem Rückzug der Ukraine aus der Region Donezk, der von Kiew entschieden abgelehnt wird. Die wichtige Industrieregion gehört zur Ukraine, ist aber teilweise von russischen Truppen besetzt.
Putin will vielleicht sprechen – aber vor allen Dingen weiter in der Ukraine angreifen, sagt Sicherheitsexperte Nico Lange. Ergebnisse gebe es nur durch Druck auf Russland.
04.02.2026 | 4:00 min
CDU-Politiker Hardt: Kreml hat kein Interesse an Frieden
Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt warnte unterdessen vor zu großen Erwartungen. „Die Erfahrung lehrt, dass hohe Erwartungen an Friedensverhandlungen mit Putin unangebracht sind“, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Russland zeigt durch seine bewussten Angriffe auf Kiews Energieinfrastruktur, dass der Kreml kein Interesse an Frieden hat, sondern den kalten Winter nutzt, um die Moral des ukrainischen Volkes zu untergraben.
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Jürgen Hardt, CDU-Politiker
Zweck der Verhandlungen sei für Russland Präsidenten Wladimir Putin ein Zeit- und Punktgewinn, sein Ziel bleibe die Unterwerfung der Ukraine und die Schwächung des freien Europas.
Unmittelbar vor neuen Friedensgesprächen hat Russland die Ukraine großflächig angegriffen – hunderttausende sind ohne Strom und Heizung. Henner Hebestreit berichtet aus Charkiw.
03.02.2026 | 1:06 min
Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, drängte auf eine Waffenruhe als nächsten Schritt. „Entscheidend ist, dass es um einen gerechten und tragfähigen Frieden geht und nicht um symbolische Formate oder einseitige Arrangements“, sagte er dem RND.
Bei fehlenden substanziellen Ergebnissen müssten die Europäer stärker weitere Sanktionsmöglichkeiten prüfen und den Druck auf die USA erhöhen, ebenfalls Maßnahmen zu beschließen.
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Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine
Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Kiew hat eine Gegenoffensive gestartet, die Kämpfe dauern an. News und Hintergründe im Ticker.
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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das heute journal am 04.02.2026 ab 21:45 Uhr.