Eine Eisschicht auf einem Auto und Straßen in Bad Essen (Landkreis Osnabrück).

Stand: 04.02.2026 06:19 Uhr

In Niedersachsen ist bis in den Vormittag hinein mit Glatteis zu rechnen. Verkehrsteilnehmende müssen sich wegen eines Warnstreiks auf schlecht geräumte Straßen einstellen. Es kam bereits zu mehreren Unfällen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Teilen Niedersachsens bis 10 Uhr vor Glatteis. Das betrifft für allem die Regionen rund um Hannover, Nienburg, Oldenburg und die Nordseeküste. Im Westen und südlichen Teilen des Landes wurde die Unwetterwarnung heute Morgen aufgehoben.

A2 bei Lauenau aktuell gesperrt

Es kam bereits zu mehreren Unfällen wegen der Glätte: Die Polizei spricht von vielen Unfällen verteilt über Stadt und Landkreis Osnabrück, das Emsland und die Grafschaft Bentheim. Bislang blieb es laut Polizei bei Blechschäden. Viele kleinere Unfälle gab es am frühen Morgen auch rund um Oldenburg, wie die Polizei mitteilte. Sie spricht von einer „gruseligen Straßenlage“. Auf der A1 am Ahlhorner Dreieck gab es einen Unfall mit mehreren Lkw. Mehrere Menschen wurden verletzt. Auch auf der A2 gab es einen Unfall mit mehreren Lkw. Die Autobahn bei Lauenau (Landkreis Schaumburg) Richtung Dortmund ist aktuell gesperrt.

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Einschränkungen beim Winterdienst durch Warnstreik

Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer müssen sich wegen Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf schlecht geräumte Straßen einstellen. Ver.di hatte mögliche Einschränkungen beim Winterdienst bestätigt. „Wir raten dazu, witterungsangepasst zu fahren und mehr Zeit für die Wege zur Arbeit einzuplanen“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Der Warnstreik soll heute auf ganz Niedersachsen ausgeweitet werden. In Notsituationen können streikende Mitarbeiter aber wieder zum Winterdienst herangezogen werden, wie ein Sprecher der Landesbehörde für Straßenbau dem NDR Niedersachsen am Dienstag sagte. Als solche könnten beispielsweise umgestürzte Bäume auf Straßen gelten oder Unfälle, zu denen Rettungskräfte nicht durchkommen. Schneeverwehungen und gefrierender Regen gelten hingegen schlicht als Winter, so der Sprecher.

Autofahrer sollten Decken und warme Getränke mitnehmen

Die Meteorologen vom DWD hatten dazu aufgerufen, Autofahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Wer doch mit dem Auto unterwegs sei, solle seine Fahrweise anpassen, möglichst zuvor volltanken sowie Decken und warme Getränke mitnehmen, heißt es von den Wetterexperten. Verkehrsteilnehmende sollten sich auf Beeinträchtigungen bis hin zu Straßensperrungen einstellen. Die Unwetterwarnung gilt seit Dienstag um 21 Uhr im Süden, Südwesten und im Westen Niedersachsens. Seit Mitternacht betrifft sie auch den Norden sowie den Raum Hannover, Verden und Osterholz. Einige Landkreise haben wegen des Wetters angekündigt, das am Mittwoch der Unterricht ausfällt.

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DWD: Gefrierender Regen sorgt für Glatteis

Seit Dienstagabend zieht laut DWD von Südwesten her Schneefall auf, bis heute Morgen soll er dann auch die Küste und die Elbe erreichen. Die Wetterexperten rechnen mit Neuschnee von bis zu drei Zentimetern – in Südniedersachsen könne im Bergland auch etwas mehr fallen. Verbreitet kommt es zu Glätte, die durch den Schneefall verstärkt wird, wie der DWD mitteilt. Gebietsweise sorgt demnach gefrierender Regen für Glatteis. Im Lauf des Tages lässt der Niederschlag laut DWD nach, bis zum Abend soll es dann – außer an der Küste – überall trocken bleiben. Die Tiefstwerte liegen laut Wetterdienst zwischen -1 Grad im Südwesten und -7 Grad im Wendland.

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Weiterer Schnee am Donnerstag

In der Nacht zu Donnerstag wird es laut DWD stark bewölkt sein. Aus Südosten kommt dann voraussichtlich neuer, aber meist nur mäßiger Schneefall. Die Meteorologen gehen westlich der Weser von Temperaturen um -3 Grad aus. Östlich der Weser sollen die Werte zwischen -4 und lokal -6 Grad liegen. Am Donnerstag bleibt es bedeckt, im Süden aber wohl länger neblig-trüb. Der Schneefall zieht in Richtung Norden ab, wie der DWD mitteilt. Die Höchstwerte liegen dann zwischen 0 Grad im südlichen Emsland und -2 Grad im Osten Niedersachsens.

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