Die beiden kuscheligen Pandas Nilay und Najuk sitzen entspannt auf dem Baumzweig. Das wäre vor drei Monaten noch undenkbar gewesen: Im November starteten die Roten Pandas ihre ersten Kletterversuche. Jetzt sind sie groß und selbstständig, wie der Karlsruher Zoo am Sonntag, 1. Februar, über seinen offiziellen Facebook-Account mitteilt.
Rote Pandas kommen in einen Zoo in Europa
Die beiden im Juni geborenen Pandas sollen „im Rahmen der kommenden Wochen in andere Zoos umziehen“, heißt es in dem Posting. Das geschieht im Rahmen des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Der Zoo Karlsruhe hat zudem eine eigene Artenschutzstiftung. Mit ihre engagiert sich auch Kuratorin Sandra Dollhäupl unter anderem für den Schutz der roten Pandas.
Dollhäupl klärt in Schulen über die bedrohte Art und den Lebensraum der Tiere auf. Rote Pandas leben in den Wäldern des Himalayas und im Südwesten Chinas. Die Wälder werden vermehrt abgeholzt, damit Viehzucht und Landwirtschaft möglich sind. In den letzten 20 Jahren hat sich der Bestand halbiert.
Nur 10.000 Rote Pandas weltweit
„Das sind wahnsinnig charismatische Tiere“, sagt Dollhäupl im Januar gegenüber dem SWR. Die Charmeure sollen wohl in andere Zoos umziehen, damit sie sich weiter vermehren können. Aktuell gibt es weltweit nur etwas 10.000 Rote Pandas. In welche Zoos die Pandas umsiedeln, ist bislang nicht bekannt.
Klar ist, dass die verschmusten Jungs auch in der neuen Bleibe das Herz der Besucher und Zoomitarbeiter erobern werden. Für ihre Ausstrahlung sprechen auch die indischen Namen der beiden Vierbeiner. Najuk bedeutet zart oder zärtlich und Nilay steht für den Himmel – weil er eine helle Stirn hat.
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Sarah-Christin Großmann
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