
Ein Zugbegleiter ist in Rheinland-Pfalz bei einer Ticketkontrolle angegriffen worden. Er wurde von dem Fahrgast lebensgefährlich verletzt. Jetzt ist der Bahn-Mitarbeiter gestorben.
Nach dem Angriff auf einen Zugbegleiter am Montag gibt es nun traurige Nachrichten: Der Mann, der bei einer Ticketkontrolle im Regionalexpress 4131 zwischen Landstuhl und Homburg attackiert wurde, ist nach Angaben der Deutschen Bahn und der Staatsanwaltschaft Zweibrücken an seinen Verletzungen gestorben.
Bahnchefin Palla: „Ein schwarzer Tag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner im Land“
„Der tragische Tod macht mich fassungslos und traurig“, schrieb Bahnchefin Evelyn Palla in einem Statement auf der Seite der Deutschen Bahn. Ihr tiefes Mitgefühl gelte den Angehörigen des Verstorbenen, seinen Freunden und seinen Kolleginnen und Kollegen.
„Wir alle müssen uns die Frage stellen, warum kommt es immer wieder zu solchen Gewaltausbrüchen? Wir, die Politik, die Gesellschaft, müssen Antworten geben“, forderte Palla.
Bestürzung auch in der Politik
„Diese schreckliche Gewalt gegen jemanden, der einfach seinen Job macht, lässt uns wütend und traurig zurück“, teilten die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) und ihr rheinland-pfälzischer Amtskollege Alexander Schweitzer (SPD) mit. Die Tat sei ein furchtbarer Ausdruck einer seit langem steigenden Aggressivität bis hin zur Gewalt gegenüber Zugbegleitern. Rehlinger und Schweitzer bedankten sich zudem bei den Fahrgästen, die Erste Hilfe geleistet haben.
Auch der Landesvorsitzende der CDU Saar, Stephan Toscani, zeigte sich erschüttert. Der 36-Jährige habe seine Arbeit gemacht und sei dafür auf brutalste Weise angegriffen worden. „Das ist unfassbar und inakzeptabel“, so Toscani. Zudem sprach er der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen sein Beileid aus.
Schweigeminute geplant
Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft EVG rufen für 15.00 Uhr zu einer bundesweiten Schweigeminute auf. Möglich seien etwa passende Durchsagen oder auch ein Innehalten. Der Bahnbetrieb selbst gehe aus Sicherheitsgründen aber weiter.
Genaue Hintergründe unklar
Ein 26-jähriger Grieche hatte den 36 Jahre alten Bahnmitarbeiter, der in Ludwigshafen lebte, mit Faustschlägen gegen den Kopf attackiert und ihm dabei lebensgefährliche Verletzungen zugefügt. Der 36-Jährige musste vor Ort wiederbelebt werden. Der Zugbegleiter soll heute noch obduziert werden.
Der 26-Jährige wurde festgenommen und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Hintergründe der Tat und der genaue Tatablauf sind noch nicht bekannt.
Über dieses Thema haben auch die SR info Nachrichten am 04.02.2026 berichtet.
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Erstveröffentlichung: 04.02.2026 | 10:33 Uhr