Schnee und Glätte
Winterdienst in Frankfurt: So viele Einsätze wie seit Jahren nicht
04.02.2026 – 14:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Schneepflug in Frankfurt im Einsatz (Archivbild): In diesem Jahr hat der Winterdienst deutlich mehr zu tun als in anderen Jahren. (Quelle: imago stock&people/imago)
Dieser Winter zählt für den Frankfurter Winterdienst zu den aufwendigsten seit Jahren. Am Dienstag zeigte sich erneut, wie es gehen kann.
Für die städtischen Winterdienste bedeutet dieser Winter ohnehin schon einen Ausnahmeeinsatz – mit bislang ungewöhnlich vielen Schneetagen und Volleinsätzen.
Allein 17 sogenannte Volleinsätze hat der Winterdienst der FES in Frankfurt seit Saisonbeginn gefahren – mehr als viermal so viele wie im vergangenen Winter (vier Einsätze). „Ich würde diesen Winter mal wieder zu einem ‚echten‘ Winter zählen“, sagte Christoph Rembow, Leiter des Winterdienstes bei der FES der Frankfurter t-online-Redaktion.
Auch die Schneemengen sind bemerkenswert: Am 26. Januar fielen laut FES zwischen 10 und 12 Zentimeter Schnee. „Das waren die stärksten Schneefälle in Frankfurt seit 2013“, so Rembow. Die Zahl der Teileinsätze liegt mit fünf unter dem Vorjahreswert (13), was vor allem an den vielen Kompletteinsätzen liegt.
Mit dem hohen Aufwand geht ein gesteigerter Verbrauch von Streusalz einher. Die FES habe bereits Nachlieferungen erhalten, verfüge aber noch über ausreichende Abrufkontingente. Ob durch die häufigeren Einsätze auch deutlich höhere Kosten entstehen, ließ die FES offen.
Auch in anderen Teilen Hessens zeigt sich der Winterdienst stark gefordert. Laut dem Landesbetrieb Hessen Mobil sind rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 390 Streu- und Räumfahrzeuge im Dienst, um insgesamt 15.200 Kilometer Straße befahrbar zu halten – darunter Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.
Zuerst geräumt werden laut Hessen Mobil Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen, Brücken, Schulwege und Zufahrten zu Krankenhäusern. Autobahnen fallen in den Zuständigkeitsbereich der Autobahn GmbH.
Trotz hoher Einsatzbereitschaft könne man „nicht auf allen Straßen für sommerliche Verhältnisse sorgen“, betont ein Sprecher von Hessen Mobil. Probleme entstehen vor allem dann, wenn querstehende Lkw Räumfahrzeuge blockieren.
Die FES in Frankfurt zieht dennoch eine positive Zwischenbilanz: „Die Rückmeldungen, die wir zum Winterdienst erhalten haben, waren und sind durchweg positiv“, sagt Christoph Rembow.
