Deutsche Städte müssen künftig ohne Öl und Erdgas heizen. In Berlin setzen Versorger auf Wärme aus der Spree und verbinden Rechenzentren mit Wohnhäusern.
Schließen
Artikelzusammenfassung
Das Heizkraftwerk Schöneweide in Berlin wird von Kohle auf Erdgas und perspektivisch auf Wasserstoff umgestellt, um die Wärmewende einzuleiten. Die BTB nutzt Flusswärmepumpen, um Haushalte klimafreundlich zu versorgen. Berlin plant, bis 2045 klimaneutral zu werden und setzt auf alternative Wärmequellen wie Geothermie und industrielle Abwärme. Die Stadt investiert Milliarden in die Wärmewende, um langfristig Energiekosten zu senken und unabhängiger zu werden. Projekte wie die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren zeigen, dass die Wärmewende auch im städtischen Bereich erfolgreich umgesetzt werden kann.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich?
Gefällt mir
Gefällt mir
Gefällt mir nicht
Gefällt mir nicht
Send

Klimafreundliches Heizen heißt nur Ökoheizung zu Hause? Falsch. Überall in der Hauptstadt entstehen neue kluge Lösungen. Von denen nicht jeder etwas weiß.
© Arne Immanuel Bänsch/dpa
Noch stehen Relikte der Vergangenheit auf dem Gelände des Heizkraftwerks Schöneweide am südöstlichen Rand Berlins. Dunkelblaue Stahlkonstruktionen und Kräne ragen empor, ein Förderband spannt sich vom Spreeufer bis zum Kesselhaus. Jahrzehntelang lief hier Kohle tonnenweise über die Bänder, um Wasser zu erhitzen und in das rund 180 Kilometer lange Fernwärmenetz des zweitgrößten Berliner Wärmeversorgers BTB einzuspeisen. Für warme Wohnzimmer und heiße Duschen in der Hauptstadt.
Seit Frühjahr 2025 ist damit Schluss. Die Kohle ist Geschichte, Kräne und Kessel werden zurückgebaut. Stattdessen laufen in den Hallen nun neue Kessel mit Erdgas, die perspektivisch auf Wasserstoff umgestellt werden können. Vor allem aber kommt die Wärme künftig aus einer anderen Quelle: der Spree. Seit 2023 nutzt die BTB als einziger Berliner Wärmeerzeuger zwei Flusswärmepumpen. Ungetüme aus Stahl, groß wie Garagen, umgeben von einem scheinbaren Irrgarten aus schwarzen Rohren. Im Schnitt können sie jeweils 2.000 Haushalte mit Wärme versorgen. Ganz ohne fossile Brennstoffe.