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Washington – Hin und Her beim USA-Iran-Treffen am Freitag. Es könnte der letzte diplomatische Ausweg für den Iran sein. Die USA und der Iran wollen sich am Freitag in Istanbul treffen. Länder aus dem Nahen Osten sollen als Beobachter dabei sein. Doch plötzlich verlangten die Iraner, die Gespräche nach Oman zu verlegen – und zwar ohne weitere Teilnehmer. Die USA lehnten ab, das Treffen steht vor dem Aus. Am Mittwochabend drangen neun Länder der Region die USA dazu, das Treffen nicht abzusagen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
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Quelle: BILD04.02.2026
Die USA haben dem Iran am Mittwoch klargemacht: bei Änderungen kein Deal! Teherans Forderung, Ort und Format der für Freitag geplanten Atom-Gespräche zu ändern, wurde erst abgeschmettert. Das bestätigten zwei hochrangige US-Beamte dem Portal Axios. US-Präsident Donald Trump drohte laut NBC, dass der oberste Führer des Iran „jetzt sehr besorgt sein sollte“.
Die Mullahs erklärten, man wolle sich ausschließlich auf das Atomprogramm konzentrieren, nicht auf Raketen oder andere Themen, die für die USA und ihre Partner aber höchste Priorität haben. In Washington wurde der iranische Antrag geprüft und am Mittwoch abgelehnt. „Wir haben ihnen gesagt, dass es so oder gar nicht geht, und sie sagten: ‚Okay, dann gar nicht‘“, erklärte ein hochrangiger US-Beamter.
Arabische Länder drängen USA, mit Iran zu sprechen
Nach Angaben von zwei US-Beamten gegenüber dem Portal Axios sind die Pläne für die Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran nach Lobbybemühungen arabischer und muslimischer Führer noch auf dem Tisch. Auch ein Wechsel von Istanbul nach Oman steht plötzlich im Raum.
„Sie haben uns gebeten, das Treffen beizubehalten und uns anzuhören, was die Iraner zu sagen haben. Wir werden das Treffen durchführen, wenn sie darauf bestehen, aber wir sind sehr skeptisch“, sagte ein Beamter.

Trumps Männer für heikle Gespräche mit Diktatoren: der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff (68), und Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner (45), hier im Gespräch mit Kreml-Herrscher Putin
Foto: Alexander Kazakov/via REUTERS
Die Amerikaner haben ihre Drohung aber bisher nicht zurückgenommen: „Wir wollen schnell zu einer echten Einigung kommen“, warnte der US-Beamte. Sonst würden „andere Optionen“ geprüft – eine klare Anspielung auf US-Präsident Donald Trumps (79) wiederholte Militär-Ankündigungen.
Vom Iran? Bisher absolute Funkstille! Die Vertretung bei den Vereinten Nationen reagierte nicht. Wie geht’s weiter? Der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, reist voraussichtlich am Donnerstag gemeinsam mit Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner nach Katar. Dort stehen Gespräche mit dem Premierminister über den Iran an.