Der Energieversorger und Kommunikationsdienstleister Sachsenenergie warnt vor Betrügern, die den Namen des Unternehmens missbrauchen. Den Angaben vom Mittwoch zufolge gingen in den vergangenen Tagen entsprechende Beschwerden von mehreren Kunden aus Dresden ein.

Bedrängt und ausgefragt

Die Betroffenen hätten erklärt, mit unseriösen und unangekündigten Anrufen oder Besuchen bedrängt worden zu sein. Dabei sollen sich Vertreter anderer Stromanbieter als Sachsenenergie-Mitarbeitende ausgegeben haben. Sie hätten Zugang zu den Stromzählern verlangt oder am Telefon nach den Zählerständen gefragt, um diese Daten für einen ungewollten Vertragswechsel zu missbrauchen.

Denken Sie immer daran: Als Ihr Versorger haben wir Ihre Daten vorliegen und müssen nicht danach fragen.

Nora Weinhold
Pressesprecherin Sachsenenergie

Vorsicht ist die beste Strategie

Sachsenenergie-Sprecherin Nora Weinhold zeigt sich empört darüber, wie der Name ihres Arbeitgebers und das Vertrauen der Kunden in ihren Anbieter ausgenutzt werde. Zugleich rät sie Menschen zu einem gesunden Misstrauen – auch wenn es die Falschen treffen könnte. Denn derzeit klingeln in Dresden auch echte Sachsenenergie-Mitarbeitende an Haustüren, um neue Strom-, Gas- und Telefonie-/Internet-Kunden zu gewinnen. Laut Weinhold zeigen sie aber immer unaufgefordert ihre Dienstausweise vor, drängen nicht auf die Preisgabe von Daten und einen sofortigen Vertragsabschluss. Bei unentschiedenen Interessenten bieten sie Folgetermine an.

Verwechslungsgefahr

Die echten und falschen Sachsenenergie-Vertreter zu unterscheiden, ist nicht immer einfach. Nach Aussage des Unternehmens nutzen einige Haustür-Betrüger Jacken und Auto mit Aufdrucken, die den Sachsenenergie-Logos sehr ähnlich sind. Am Telefon stellen sich einige Anrufer als Vertreter von Partnerunternehmen vor – allerdings kooperiert Sachsenenergie im Vertrieb gar nicht mit anderen Versorgern.

Unbedachtes „Ja“ kann viel kosten

Bei Zweifeln oder einem unguten Gefühl sollten Kunden am Telefon nie auf irgendeine Frage mit „Ja“ antworten und auch Haustür-Angebote beim Sachsenenergie-Kundenservice nachprüfen, appelliert Weinhold. Sonst könne es schnell teuer werden, denn im Ernstfall blieben die Kunden auf den Mehrkosten solch erschlichener Verträge sitzen.