Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Berlin und Brandenburg eine amtliche Warnung wegen Glatteisgefahr ausgesprochen. In der Nacht zum Donnerstag kann es demnach zu Schneefall kommen, im Süden und Osten bestehe eine erhöhte Glatteisgefahr, „teils mit unwetterartigen Auswirkungen“.
Unwetterwarnung Stufe 3 erwartet
Der Wetterdienst stuft das Wetter auf den Stufen 2 bis 3 ein. Stufe 3 gilt als Unwetterwarnung. Die erwartete Wetterentwicklung kann äußerst gefährlich sein. Insbesondere sind wetterbedingte Schäden an Personen und Autos wahrscheinlich. Es wird dringend geraten sich regelmäßig über die aktuelle Entwicklung des Wetters zu informieren. Wichtig: Bei dieser Stufe sind Aufenthalte im Freien möglichst zu vermeiden.
Regen, Frost und Glatteis
Die amtliche Wetterwarnung der Stufe 3 gilt ab 21 Uhr heute Nacht bis mindestens 10 Uhr am Donnerstagvormittag. Dabei sind Berlin und das östliche Brandenburg die Schwerpunkte.
Nach der Vorhersage kommt es zu Frost im Bereich von -4 bis -7 Grad Celsius. Der DWD sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit von Regenfällen. Durch die niedrigen Temperaturen bildet sich extremes Glatteis. Der Wetterdienst empfiehlt ausdrücklich, Aufenthalte im Freien sowie Autofahrten zu vermeiden. Verzögerungen durch Staus und Unfälle sind wahrscheinlich.
BVG stellt zusätzliches Personal bereit
Laut Meldung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bereiten sich diese auf die schwierige Wetterlage vor. Insbesondere sollen zusätzliche Fahrzeuge sowie Fahrerinnen und Fahrer eingesetzt werden, um bereits in der Nacht ergänzende Betriebsfahrten durchzuführen. Ziel sei es laut Verkehrsinformationszentrale, zu verhindern, dass „die Oberleitungen nicht erneut einfrieren.“
Die Berliner U-Bahn stellt ein weiteres Bürsten- und Schmierzug bereit. Es soll die oberirdischen Gleise vom Eis freihalten. Auch die Berliner Stadtreinigung sei zusätzlich im Einsatz. An anfälligen Punkte wolle sie frühzeitig streuen.
BSR setzt Prioritäten bei den Hauptverkehrswegen
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) muss mit Blick auf diese Wetterlage eine klare Priorisierung der Aufgaben vornehmen. Absoluter Vorrang hätte die Räumung der Hauptverkehrsachsen sowie den Autobahnen.
Wie Frau Bank, die Kommunikationschefin der BSR, gegenüber der Berliner Zeitung in einem Telefonat bestätigte, findet dieses Vorgehen in enger Abstimmung mit den Bezirken und dem Senat von Berlin statt. Die bisherige Unterstützung bei der Bekämpfung des Glatteises kann damit nicht mehr aufrechterhalten werden. Sollte das Wetter sich bessern, wird aber wieder die alte Unterstützung geleistet.
Frau Bank betonte, dass die BSR selbstverständlich Ersatzvornahmen für die Bezirke, wenn diese mit der Räumung sensibler Gebiete nicht voran kämen, durchführt. Aber es müssten Prioritäten gesetzt werden. Sollte sich die Wetterlage bessern, wird die BSR, sofern dann notwendig, wieder zu einer breiteren Unterstützung der Bezirke übergehen.