In Sachsen haben am Mittwochabend mehrere hundert Menschen gegen die Verurteilung der non-binären Person Maja T. durch ein Gericht in Ungarn protestiert. Wie die Polizei in Leipzig MDR SACHSEN sagte, versammelten sich auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz am Rande der Innenstadt rund 500 Menschen. Die Kundgebung sei friedlich verlaufen.
Friedlicher Protest im Regierungsviertel in Dresden
Auch in Dresden gingen Menschen auf die Straße, um ihre Solidarität mit der deutschen non-binären Maja T. zu bekunden. Hier kamen etwas mehr 200 Teilnehmer zu einer Demonstration auf den Carolaplatz an der Sächsischen Staatskanzlei, wie die Polizei am Abend auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte. Zwischenfälle habe es nicht gegeben.
Acht Jahre Haft – Berufung angekündigt
Die Proteste in Leipzig richteten sich gegen das erstinstanzliche Urteil eines Gerichts in Budapest. Es hatte das Maja T. am Mittwoch zu acht Jahren Haft wegen versuchter lebensbedrohender Körperverletzung und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verurteilt. Nach Überzeugung der Richter war Maja T. 2023 an Angriffen auf mutmaßliche Rechtsextremisten in Budapest beteiligt, bei denen neun Menschen verletzt worden waren. Die Staatsanwaltschaft hatte 24 Jahre Gefängnis verlangt, die Verteidigung einen Freispruch. Beide Seiten kündigten Berufung gegen das Urteil an.