Herr Bendzko, verdient man mit Popmusik noch Geld?
Nein. Für mich reicht’s, aber die Leute, die von recorded Popmusik leben, kann man an einer Hand abzählen. Vor zehn Jahren hat ein Album zehn Euro gekostet, davon ging ein Teil an die Musiker. Heute verdienen wir mit einem Stream etwa 0,001 Cent – wie soll man da auf zehn Euro kommen?

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Streamen Sie selbst Musik?
Ja, aber nicht bei Spotify. Ich will keinem vorschreiben: Hey, du darfst das nicht mehr nutzen! Ich lege mir jeden Morgen eine Schallplatte auf, um Musik zu genießen. Die Ausschüttung der Streamingdienste ist völlig crazy. Wenn ich nur Songs von Herbert Grönemeyer hören würde, würde trotzdem ein riesiger Teil meiner Cents bei Taylor Swift landen. Streaming muss endlich künstlerbasiert abgerechnet werden. Der Musikbranche geht es besser als vor ein paar Jahren, den Musikerinnen und Musikern schlechter.