Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Durchbruch in Abu Dhabi: Gefangenenaustausch geplant

Aktualisiert am 05.02.2026 – 13:18 UhrLesedauer: 17 Min.

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USA, Ukraine und Russland einigen sich in Abu Dhabi auf einen Austausch: 314 Gefangene sollen frei kommen. (Quelle: IMAGO/The Uae Ministry Of Foreign Affa)

Bei Gesprächen in Abu Dhabi verständigen sich die Delegationen auf den Austausch von 314 Personen. Unterdessen greift Moskau das Bahnnetz an. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die Ukraine und Russland haben ihre zweitägigen Verhandlungen unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi beendet. Dies sagt ein ukrainischer Berater.

Im Rahmen der Gespräche in Abu Dhabi haben sich Delegationen der USA, der Ukraine und Russlands auf einen Gefangenenaustausch geeinigt. Laut dem US-Sondergesandten Steven Witkoff gehe es um insgesamt 314 Personen. Weiter erklärte der Trump-Vertraute, die Friedensgespräche seien detailliert und produktiv gewesen, es bleibe jedoch noch einiges zu klären.

Der russische Verhandlungsführer Kirill Dmitriew sieht ebenfalls Fortschritte. Auch wenn sich „Kriegstreiber“ aus Europa und Großbritannien ständig in den Prozess einzumischen versuchten, gebe es „positive Entwicklungen“. Es werde aktiv an der Wiederherstellung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten gearbeitet, unter anderem im Rahmen einer amerikanisch-russischen Arbeitsgruppe zum Thema Wirtschaft, ergänzt er.

Wie die Ukraine mitteilt, hat es in den frühen Morgenstunden Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur in der nördlichen Region Sumy gegeben. Der stellvertretende Ministerpräsident Olexij Kuleba schreibt auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, dass bei dem „massiven“ Drohnenangriff von russischer Seite auch die Energieversorgung der Bahn ins Visier genommen worden sei. „Der Feind versucht, den Zugverkehr zu stoppen“, schreibt Kuleba weiter. Er bezeichnet den Angriff als Terrorakt gegen die ukrainische Logistik.

Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe nach eigenen Angaben 156 von 183 russischer Drohnen bei Kiew abgeschossen.

Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal hat die Bevölkerung am Mittwoch vor einer Verschärfung der geplanten Stromabschaltungen in den kommenden Tagen gewarnt. Zudem bestehe die Gefahr, dass die russischen Streitkräfte neue Luftangriffe starten könnten, um die Strom- und Heizungsnetze weiter lahmzulegen, sagte Schmyhal. Die Lage bei der Energieversorgung bleibe sehr schwierig.

„Dies hängt mit dem letzten Angriff zusammen und der Tatsache, dass die Erzeugungsausfälle im Stromsystem immer noch erheblich sind“, schrieb Schmyhal auf Telegram. In der Hauptstadt Kiew seien mehr als 200 Notfallteams im Einsatz, um die Wärmeversorgung nach den russischen Angriffen im Januar wiederherzustellen. Dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge waren am Dienstag noch mehr als 1100 Gebäude ohne Heizung.