Die aktuelle Situation der seit Monaten verschwundenen Eisbachwelle ist weiterhin ein vieldiskutiertes Thema in München.

Am Mittwoch fand, unter den Augen von OB Dieter Reiter (SPD) an der Eisbachbrücke ein zweiter „Vorversuch“ statt, um wieder eine surfbare Welle in Gang zu bekommen. Geleitet wurde die Aktion der Münchner Surfcommunity vom Strömungsexperten Robert Meier-Staude. Die Ergebnisse des Versuchs wollen die Surfer dem Oberbürgermeister bei einem geplanten Treffen am Freitag präsentieren.

Onlineumfrage zeigt deutliches Stimmungsbild 

Möglicherweise bekommt Dieter Reiter dabei aber auch noch etwas anderes zu sehen. Der Surf Club München hat eine Onlineumfrage ins Leben gerufen, an der sich bereits über 1000 Surferinnen und Surfer beteiligt haben. Unter anderem wurde dabei gefragt, ob der Eisbach weiter ein freier, urbaner Raum bleiben oder das Surfen auf der Eisbachwelle stärker geregelt werden solle. Und die Ergebnisse der Umfrage sind überdeutlich. 

Trotz der Bemühungen der beteiligten Parteien von Stadt und Surferszene, die Eisbachwelle wieder in Gang zu bringen, sind gut 95 Prozent der Umfrageteilnehmer unzufrieden oder gar sehr unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen zu den aktuellen Problemstellungen.

Der Eisbach am vergangenen Sonntag (25.1.): Seit über drei Monaten fließt nur unsurfbares Weißwasser unter der Brücke am Haus der Kunst. Die berühmte Flusssurfer-Welle ist seit der Bachauskehr kaputt. Wann beginnt hier endlich der Test, der eine stehende Surferwelle wiederherstellen soll? Das ist noch immer unklar.

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97,94 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmten dafür, dass die Eisbachwelle, wie schon in den vergangenen 40 Jahren, ein freier, urbaner Raum ohne jegliche Reglementierungen bleiben solle. Drei Viertel der Teilnehmer gaben dabei an, in der Vergangenheit mehrmals im Monat oder in der Woche die Eisbachwelle gesurft zu haben.

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Angesichts dieses deutlichen Ergebnisses appelliert der Surf Club München an alle Beteiligten, keine anderen Wege für die Wiederherstellung der Eisbachwelle in Betracht zu ziehen und die Forderung einer unreglementierten Welle als Willen der Surferinnen und Surfer zu respektieren.

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Erfreulich für den Surf Club München e. V. ist auch, dass sich 57 Prozent der Teilnehmer dafür aussprachen, dass der Verein als Ansprechpartner für alle Angelegenheiten der Eisbachwelle agieren soll. 30 Prozent plädierten dafür, dass alle Münchner Surfvereine zusammenarbeiten mögen.