Große Mengen Streusalz
Kosten im Winterdienst steigen – auch für die Bürger?
05.02.2026 – 16:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Straßenreinigung Aha im Winterdienst: In der Spitze waren im Januar 360 Beschäftigte im Einsatz. (Quelle: Rainer Droese/imago)
Der kalte Winter fordert die Stadtreinigung Hannover heraus. Die zusätzliche Arbeit macht den Winterdienst teurer. Werden deshalb die Gebühren für die Bürger steigen?
Gefrierender Regen, Schnee, Sturmtief Elli – die Mitarbeiter der Stadtreinigung müssen sich in diesem Winter in Hannover vielen Herausforderungen stellen. Um Straßen und Gehwege zu streuen, wird so viel Salz benötigt wie schon lange nicht mehr.
Täglich wird das Streusalz nachgeliefert – per Lkw, der pro Einheit 25 Tonnen transportiert. Jeden Tag werden so bis zu 200 Tonnen Streusalz ins Lager gebracht. „Dieser rollierende Nachschub stellt sicher, dass es im operativen Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen zu keiner Zeit zu Engpässen kommt“, erklärt eine Pressesprecherin vom Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) auf Anfrage der Hannover-Redaktion von t-online.
Das Lager hat Platz für rund 6.000 Tonnen Streusalz und 3.000 Tonnen Splitt. Für einen kurzfristigen Abruf halten die Lieferanten zusätzliche Mengen bereit, so die Sprecherin. Dadurch könne Aha auch auf extreme Wetterereignisse flexibel reagieren.
Wie viel Streusalz Aha in diesem Winter bereits verbraucht hat, verrät die Pressesprecherin nicht. Ein direkter Vergleich zum Vorjahr sei erst nach Abschluss der Saison sinnvoll, sagt sie. Aber es sei mehr Material verbraucht und mehr Personal eingesetzt worden, unter anderem durch Schichtdienst und Rufbereitschaften. Dadurch lasse sich bereits absehen: Die Kosten für den Winterdienst werden im Vergleich zum Vorjahr steigen. Wie stark, lasse sich aber ebenfalls erst nach der Wintersaison bewerten.
Teurer werde es für die Bürger aber nicht so schnell: Aha arbeitet laut eigenen Angaben mit einer mehrjährigen Gebührenkalkulation. Dies bedeutet, dass Schwankungen in den Winterdienstkosten über längere Zeiträume ausgeglichen werden. „Somit führen sie nicht zu unmittelbaren Gebührensprüngen für die Bürgerinnen und Bürger.“
