Die Fachschaft Spanisch und die Schulleitung des Schiefbahner St.-Bernhard-Gymnasiums freuen sich über neue internationale Verbindungen nach Südamerika. Die Schule ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-chilenischen Bund (DCB) aus Santiago de Chile an einem Austauschprogramm teilzunehmen. Über das neue Projekt informiert das Gymnasium in einer Mitteilung.

Der Anfang ist gemacht, wie Spanisch-Lehrerin Mariana Heller berichtet: „Drei Schülerinnen aus Chile verbringen nun sechseinhalb Wochen in Willich und leben bei ihren Gastfamilien, die ihnen nicht nur ein Zuhause, sondern auch einen Blick in das deutsche Familienleben und in den Alltag eines Gymnasiums ermöglichen.“ Ab Ende Juli seien sie Gastgeberinnen für die deutschen Schülerinnen, die nach Chile reisen.

Bisher bot die Schule für die 10. Klasse einen Schüleraustausch mit Logroño und für die Oberstufe eine Sprachreise nach Salamanca an, doch diese Spanien-Programme sind nur einwöchig. Der Chile-Austausch hingegen dauere mehr als sechs Wochen, das sei „eine einmalige Gelegenheit für die Schülerinnen, wesentlich tiefer in eine neue Kultur einzutauchen“, erläutert Heller.

In ihrem Heimatland besuchen die drei Chileninnen eine deutsche Schule und sprechen „ganz gut“ Deutsch, was die Verständigung in Schiefbahn im Unterricht erleichtere, heißt es in der Mitteilung der Schule weiter. Sie unternähmen zusammen mit ihren deutschen Gastschwestern viel in Willich und Umgebung, „besonders freuen sie sich auf die Karnevalszeit“, berichtet die Spanisch-Lehrerin. Die Koordinatorin des Deutsch-chilenischen Bundes, Nikole Weinreich, habe die Schülerinnen besucht, um sich ein Bild davon zu machen, wie sie sich bereits eingelebt haben. „Ein kleiner Rundgang durch das St.-Bernhard-Gelände stand auf dem Programm und wurde aus Sicht der Gastschülerinnen präsentiert. Schließlich beendete die Gruppe den Schulrundgang mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa mit ,echtem deutschen Essen’.“

Geplant ist, dass ihre Gastschwestern aus Willich in den Sommerferien zu ihnen nach Chile reisen. Sie sollen dort in den Städten Concepción und San Felipe Einblicke in den chilenischen Alltag erlangen. Der Austausch ist ebenfalls auf eine Dauer von etwa sechs Wochen angelegt. Das bietet viel Zeit, um die chilenischen Gastfamilien und die Schulen zu besuchen, aber zum Beispiel auch das Umland kennenzulernen – und natürlich, um Spanisch zu sprechen.