Karnap.
Im Januar rückte im Essener Stadtteil Karnap auf der Facebook Seite Karnap im Wandel eine Frage verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit: Wer ist eigentlich der Quartiershausmeister – und welche Aufgaben hat er konkret? Zahlreiche Rückmeldungen aus der Bürgerschaft machten deutlich, dass sowohl die Person als auch die Funktion des Quartiershausmeisters im Stadtteil weitgehend unbekannt sind.
Vor diesem Hintergrund wurde zeitnah ein Informations- und Austauschgespräch initiiert. Eingeladen hatten das Karnaper Bürgerbündnis 1999 e.V. gemeinsam mit der CDU Karnap. Ziel war es, Transparenz zu schaffen und offene Fragen zur Tätigkeit des Quartiershausmeisters zu klären.
Als Gesprächspartner stand der CSE-Abteilungsleiter Thomas Rüth zur Verfügung. Das Treffen fand im Sportpark Karnap e.V. statt. Hintergrund ist, dass der reguläre Quartiershausmeister derzeit krankheitsbedingt ausfällt und aktuell durch Stephan Maaß aus dem Stadtteil Altenessen vertreten wird.
Im Rahmen des Austauschs ließen sich die Gesprächsteilnehmer ausführlich über Aufgaben, Zuständigkeiten und organisatorische Rahmenbedingungen informieren. Dabei wurde deutlich, dass für den gesamten Stadtteil Karnap lediglich eine halbe Stelle zur Verfügung steht. Angesichts von rund 8.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie vielfältiger Problemlagen im öffentlichen Raum stellt dies eine erhebliche Einschränkung dar.
Der Quartiershausmeister fungiert als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger in Fragen der Sauberkeit, Ordnung und des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Ansprache bei Müllproblemen, die Information zu Müllvermeidung und -entsorgung, die Förderung von Eigeninitiative im Quartier sowie die Unterstützung bei öffentlichen Aktionen und Veranstaltungen. Zudem dient er als Bindeglied zwischen Bürgerschaft und Verwaltung.
An dem Gespräch nahmen neben Thomas Rüth und Stephan Maaß auch kommunalpolitische Vertreter teil, darunter Stefanie Kölking, Besnik Kelmendi sowie Klaus Hagen. Ebenfalls beteiligt war Thorsten Kaiser, Geschäftsführer des Karnaper Bürgerbündnis 1999 e.V. und des Sportpark Karnap e.V.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass der bestehende Informationsmangel wesentlich dazu beiträgt, dass die Arbeit des Quartiershausmeisters im Stadtteil kaum wahrgenommen wird. Gleichzeitig wurde betont, dass Transparenz und realistische Erwartungen notwendig sind, um das Instrument des Quartiershausmeisters sinnvoll einordnen zu können.
Das Karnaper Bürgerbündnis 1999 e.V. kündigte an, das Thema weiter zu begleiten und Anliegen aus der Bürgerschaft weiterhin aufzugreifen. Auch die CDU Karnap erklärte, die gewonnenen Erkenntnisse in die politische Arbeit auf Stadtteil- und Bezirksebene einfließen zu lassen.
Der Austausch wird von allen Seiten als wichtiger Schritt gewertet, um Missverständnisse abzubauen und die Diskussion über Sauberkeit, Ordnung und Lebensqualität in Karnap sachlich fortzuführen.
Ein Bericht vom Karnaper Bürgerbündnis 1999 e.V.
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