Atomwaffenabkommen ausgelaufen
Trump will neuen Vertrag mit Putin
05.02.2026 – 22:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Wladimir Putin und Donald Trump: Die beiden Präsidenten setzen Macht vor Recht. (Quelle: Kevin Lamarque/reuters)
Die USA wollen offenbar einen neuen Atomwaffensperrvertrag mit Russland verhandeln. Diesmal soll aber auch China einbezogen werden.
Russland bedauerte das Auslaufen des Vertrags, zeigte sich jedoch gesprächsbereit. Peskow sagte, Russland sei weiterhin zum Dialog bereit, falls Washington konstruktiv auf einen Vorschlag von Präsident Wladimir Putin reagiere. Dieser hatte vorgeschlagen, die zentralen Bestimmungen für ein weiteres Jahr beizubehalten. Zuvor hatte das Nachrichtenportal Axios berichtet, dass in den vergangenen 24 Stunden in Abu Dhabi verhandelt worden sei und eine Einigung über die Einhaltung der wichtigsten Vertragsbedingungen kurz bevorstehe.
New Start war das letzte einer Reihe von Abkommen zur Rüstungskontrolle zwischen Moskau und Washington, die über ein halbes Jahrhundert bis in die Zeit des Kalten Krieges zurückreichen. Sicherheitsexperten sehen ohne einen Nachfolgevertrag eine gefährlichere Lage mit einem höheren Risiko für Fehleinschätzungen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes sei so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Auch die Ukraine, die sich seit 2022 im Krieg mit Russland befindet, kritisierte den Schritt als Versuch Moskaus, die globale Sicherheitsarchitektur zu zerschlagen.
Trump hat wiederholt erklärt, er wolle New Start durch ein besseres Abkommen ersetzen, das auch China einbezieht. Die Regierung in Peking lehnt Verhandlungen mit Moskau und Washington jedoch ab und verweist auf ihr deutlich kleineres Arsenal. China bezeichnete das Auslaufen des Vertrags als bedauerlich und forderte die USA auf, den Dialog mit Russland über strategische Stabilität wieder aufzunehmen.
Die USA und Russland wollen nach einer mehrjährigen Unterbrechung wieder direkte Militärgespräche auf hoher Ebene führen. Darauf einigten sich beide Seiten am Donnerstag in Abu Dhabi, wie das US-Militär mitteilte. Ziel sei es, Fehleinschätzungen und eine Eskalation zu vermeiden.
Die Einigung folge auf produktive und konstruktive Fortschritte auf dem Weg zu dem von US-Präsident Donald Trump angestrebten Frieden in der Ukraine, die in der vergangenen Woche von Jared Kushner und dem Sondergesandten Steve Witkoff erzielt worden seien, hieß es in einer Erklärung des US-Militärkommandos für Europa (EUCOM).
