„Die Polizei ist überall im Einsatz, wo Jecken und Narren unterwegs sind – und sie wird alles geben“, sagte Patrick Schlüter, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW, auf Anfrage unserer Redaktion. „Das ist eine enorme Herausforderung – einmal durch die schiere Zahl der Leute, die unterwegs sind. Zum anderen aber auch, weil es nach wie vor eine abstrakte Terrorgefahr gibt“, erklärte er. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Drohungen extremistischer Gruppen gegen Karnevalsfeiern, etwa in Köln und Nürnberg. Konkrete Anschlagspläne bestätigten die Behörden jedoch nie.

Es solle sich niemand die Freude am Feiern nehmen lassen, so Schlüter. Über konkrete Maßnahmen der Polizei entschieden die jeweiligen Behörden vor Ort. „Ich gehe davon aus, dass es mobile Fahrzeugsperren geben wird, in bestimmten Bereichen auch Videoüberwachung. Waffenverbotszonen werden konsequent kontrolliert werden“, so der GdP-Landeschef. Schon in früheren Jahren hatten Städte ihre Sicherheitskonzepte verschärft, etwa nach Gewalttaten wie in München oder Magdeburg.

Konkrete Zahlen zu den Einsatzkräften über die Karnevalstage nannte Schlüter nicht, aber: „Der Personalansatz bei der Polizei war schon in den vorangegangenen Jahren sehr hoch. Möglicherweise wird er örtlich noch etwas raufgefahren.“ Das bedeute für seine Kolleginnen und Kollegen eine Belastung. „Überstundenmäßig rappelt es bei uns einmal mehr im Karton“, kritisierte Schlüter. „Die Politik steht in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass keine dieser Stunden verfällt“, forderte er.