Nach reichlich Schnee und Glätte sind die Stadtreinigung und die Teams der Berliner Verkehrsbetriebe immer noch im Dauereinsatz. Die Hauptstraßen sind laut BSR wieder gut befahrbar – wann sie komplett von Niederschlagsrückständen befreit sein werden, ist aber noch nicht absehbar. Im Laufe der Nacht drohte abermals Eisregen.
Bereits vergangene Woche war es in Berlin zu erheblichen Einschränkungen im Nahverkehr gekommen. So fuhren zeitweise wegen vereister Oberleitungen keine Straßenbahnen in Berlin.
Berlin und der EisregenFotos vom Tatort machen und Zeugen suchen Berlins Glätteopfer können wegen Körperverletzung klagen Der Winter aus Sicht eines Meteorologen Berlin erlebt kältesten Januar seit 16 Jahren – und es gibt wieder Eisregen Privatleute dürfen doch kein Streusalz einsetzen Gericht kippt Erlaubnis des Berliner Senats – Schwarz-Rot will Gesetz ändern
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05.25 Uhr: Flughafen BER wieder in Betrieb
Der Berliner Flughafen hat am Freitagmorgen den Betrieb wieder aufgenommen. Wie auf der Website des BER zu sehen war, wurden wieder Fluggäste abgefertigt. Allerdings hatten manche Flüge massive Verspätungen, so etwa ein Eurowings-Flug nach Mallorca, der statt um 5.45 Uhr nun um 12.45 Uhr in Berlin abheben soll. Zudem wurden erneut viele Flüge gestrichen. Der Flughafen hatte den Betrieb am frühen Donnerstagabend eingestellt, bis zum frühen Freitagmorgen galt dann das Nachtflugverbot.
20.45 Uhr: Flughafen BER stellt Betrieb ein
Der Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld hat den Betrieb vorübergehend eingestellt. Aufgrund von Blitzeis seien derzeit keine Starts und Landungen mehr möglich, sagte eine Flughafensprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Abend.
„Unsere Flächen sind spiegelglatt. Es besteht Gefahr für Leib und Leben.“ Wann der Betrieb wieder aufgenommen werde, sei noch offen. Zunächst gelte ohnehin das Nachtverbot. „Danach sehen wir am Freitagmorgen weiter.“
Auch der Website des Flughafens zufolge werden am Donnerstag keine Starts und Landungen mehr erfolgen. Passagiere werden gebeten, auch für den Freitag ihren Flugstatus zu prüfen. Zunächst waren dort jedoch lediglich zwei Streichungen angezeigt.
Schon im Laufe des Tages hatte es am Flughafen BER eine Reihe von Problemen gegeben. Zunächst konnten am Morgen nach gefrierendem Regen keine Maschinen starten. Das Enteisen der Flugzeuge nahm jeweils bis zu einer Stunde Zeit in Anspruch. Der erste Flieger hob dann am späten Vormittag ab.
05.02.2026, Brandenburg, Schönefeld: Eine Maschine der Flugbereitschaft der Luftwaffe wird am Flughafen Berlin-Brandenburg BER am Donnerstagmorgen vor dem Abflug enteist. Foto: Anne-Béatrice Clasmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
© dpa/Anne-Béatrice Clasmann
Im Flugplan kam es anschließend zu erheblichen Verzögerungen und zahlreichen Ausfällen. Fluggäste mussten zum Teil lange Wartezeiten auf sich nehmen. Von den 180 geplanten Starts wurden der Sprecherin zufolge bis gegen Mittag bereits 35 komplett gestrichen und danach noch weitere mehrere Dutzend.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Abend vor den erhöhten Risiken durch Glatteis im Westen und Nordwesten Brandenburgs gewarnt. „Es besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz“, so der DWD.
19.55 Uhr: Serie von Glatteis-Unfällen auf der A10 bei Potsdam
Auf der Autobahn A10 bei Postdam hat sich am Nachmittag eine regelrechte Unfallserie ereignet. Mehrere Autos sind in beiden Fahrtrichtungen ineinander gefahren:
Glatteis-Unfälle auf der A10 bei Potsdam Unfallserie auf eisglatter Fahrbahn mit vielen Verletzten 19.22 Uhr: Verkehr der U2 wieder unterbrochen
Die U-Bahnlinie 3 ist zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck weiter unterbrochen. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Abend mit. Der kleine südliche Abschnitt der U3 bis Krumme Lanke wird dagegen wieder befahren.
Auch der zentrale Abschnitt der U2 zwischen Bahnhof Zoologischer Garten und Potsdamer Platz ist der BVG zufolge wieder in Betrieb. Doch es gibt bereits eine weitere Störung: Aufgrund der Witterung verkehrt die U2 nicht zwischen Theodor-Heuss-Platz und Ruhleben. Zunächst hatte die BVG verkündet, die wichtige Linie sei wieder vollständig im Einsatz.
Insgesamt fahren Busse, Straßenbahnen und die Züge der meisten U-Bahnlinien trotz der anhaltenden Extremwetterlage mit immer wieder einsetzendem Eisregen stabil, so das Fazit der BVG. Nach dem Eisregen in der Nacht auf Donnerstag und am frühen Morgen konnten die oberirdischen Abschnitte der U2 und U3 zeitweise gar nicht oder nur eingeschränkt befahren werden. Grund war der BVG zufolge Blitzeis auf den Stromschienen.
18.00 Uhr: Mensch bricht in Halensee ein und stirbt im Krankenhaus
Ein Mann ist in Berlin im vereisten Halensee eingebrochen und im Krankenhaus gestorben. Das sagte ein Sprecher der Berliner Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Die Berliner Feuerwehr hatte den Mann zunächst aus dem See gerettet. Ein Feuerwehrmann zog ihn an Land, wie die Behörde mitteilte.
Der Notruf ging demnach gegen 11.41 Uhr ein – als die Rettungskräfte eintrafen, halfen Passanten bereits von einem Steg aus. Ein Feuerwehrmann wurde mit einem Schutzanzug ausgestattet und an Leinen befestigt und ging anschließend auf die Eisfläche. Er zog den Mann an Land, wo Notärzte ihn versorgten.
Die Stelle am Halensee, an der am Donnerstag eine Person ins Eis eingebrochen ist.
© Berliner Feuerwehr
Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, hieß es weiter. Eine weitere Person wurde laut Angaben der Feuerwehr bei eigenen Rettungsversuchen leicht verletzt.
Immer wieder warnen Feuerwehr und Polizei davor, zugefrorene Gewässer zu betreten. Trotz der zunehmenden Eisbildung bestehe Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Die Eisstärken seien sehr unterschiedlich und hingen unter anderem vom jeweiligen Gewässer, von Strömungen, Sonneneinstrahlung sowie der Beschaffenheit des Eises ab. Insbesondere Eltern werden aufgefordert, ihre Kinder deutlich auf die Risiken hinzuweisen.
16.56 Uhr: Probleme am BER „werden noch den ganzen Tag anhalten“
Der Flughafen BER ist auch am Nachmittag noch nicht wieder im Normalbetrieb gelaufen. Nach wie vor gebe es als Folge des Eisregens Verspätungen und zahlreiche Flugstreichungen bei den Starts, sagte eine Flughafensprecherin auf dpa-Anfrage. Von den 180 geplanten Starts seien bis gegen Mittag bereits 35 gestrichen worden und danach mehrere Dutzend weitere.
Fluggäste brauchen weiterhin Geduld. „Die Probleme werden noch den ganzen Tag anhalten“, sagte die Sprecherin. „Die Airlines informieren darüber, wenn noch weitere Flüge gestrichen werden.“ Zum Teil kam es zu Verspätungen von mehreren Stunden.
Am Morgen konnten am Hauptstadtflughafen in Schönefeld zunächst überhaupt keine Maschinen starten. Der erste Flieger hob erst am späten Vormittag gegen elf Uhr ab, so die Sprecherin. Grund seien Probleme bei der Enteisung der Maschinen nach gefrierendem Regen gewesen. Das Enteisen brauche viel Zeit. Im Flugplan kam es entsprechend zu etlichen Verzögerungen. „Es staut sich alles auf.“
16.30 Uhr: Störung der U2 ausgeweitet
Der Verkehr der Linie U2 ist aufgrund von Witterungseinflüssen nun auch zwischen Eberswalder Straße und Pankow unterbrochen. Die Störung zwischen Zoologischer Garten und Potsdamer Platz wegen vereister Stromschienen dauert weiterhin an, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten.
Auch die Enteisung der U3 ist demnach noch nicht abgeschlossen. Hier kommt es ebenfalls zu diversen Einschränkungen. Über sämtliche Störungen informiert die BVG auf ihrer Webseite.
15.39 Uhr: Hauptstraßen wieder „gut befahrbar“ – ausreichend Streumittel trotz großer Nachfrage
Am Nachmittag gibt die BSR ein Update zur aktuellen Lage auf den Straßen der Hauptstadt. „Unsere Teams sind seit Einsatzbeginn gut vorangekommen“, teilte das Unternehmen mit. „Die Hauptstraßen der Hauptstadt sind dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Kolleg:innen gut befahrbar.“
Dass die Straßen komplett von Niederschlagsrückständen befreit werden, sei bei immer wieder auftretenden und auch für den Nachmittag wieder vorhergesagten Niederschlägen nicht realisierbar. „Der Winterdienst ist dieser Tage nie beendet, sondern ein andauernder Großeinsatz“, so die BSR.
Ein Fahrer des Lieferdienstes Lieferando fährt mit seinem Fahrrad eine mit Schneematsch bedeckte Straße in Berlin entlang.
© dpa/Britta Pedersen
Die Stadtreinigung erinnerte daran, das für Gehwege grundsätzlich Anwohner:innen und Grundstückseigentümer:innen zuständig wären. „Auch weiterhin gilt: Die BSR ist nicht für Gehwege zuständig“, heißt es. Jedoch unterstütze die BSR die Berliner:innen bei der Sicherung der Gehwege bereits seit Beginn der Woche durch die kostenfreie Abgabe von Streugut. „Heute haben wir die Ausgabe auf vier weitere Standorte im Stadtgebiet ausgeweitet, sodass die Berliner:innen nun an insgesamt sieben Standorten Streusplitt in haushaltsüblichen Mengen und selbst mitgebrachten Behältnissen abholen können“, teilte die BSR mit.
Dieses Angebot sei weiterhin stark gefragt. Bis zum Donnerstagmorgen wurden bereits 26 Tonnen von Bürger:innen abgeholt. Die Berliner Bezirke haben demnach bis zum Morgen bereits rund 244 Tonnen Splitt und sollen im Tagesverlauf nochmals rund 100 Tonnen erhalten.
Trotz der hohen Nachfrage gibt es keine Knappheit an Streumitteln. Wie eine Sprecherin der Wirtschaftsverwaltung dem Tagesspiegel am Donnerstag erklärte, gelingt es der BSR, trotz allgegenwärtiger Engpässe bei der Verfügbarkeit von Streugut kontinuierlich für Nachschub zu sorgen. Auch deshalb sei es möglich gewesen, die Ausgabe von Splitt an Privathaushalte wieder auszuweiten.
Das Angebot gilt vorrangig für Bezirke, kann aber auch weiterhin von Privatpersonen in Anspruch genommen werden. Die kostenlose Abgabemenge pro Person ist auf zehn Kilogramm begrenzt. Auf folgenden Höfen kann derzeit Splitt abgeholt werden:
- Forckenbeckstraße 2, 14199 Berlin
- Mühlenstraße 8, 10243 Berlin
- Nobelstraße 59-61, 12057 Berlin
- Lengeder Str. 6-18, 13407 Berlin (neu)
- Kniprodestr. 62, 10407 Berlin (neu)
- Ringbahnstraße 96, 12103 Berlin (neu)
- Kronprinzessinenweg 100-112, 14129 Berlin (neu)
15.38 Uhr: Union-Fans schippen Schnee in der Alten Försterei
Fans von Union Berlin helfen dem Club beim Beseitigen von Schnee und Eis im und um das Stadion An der Alten Försterei vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Zusammen mit Mitarbeitern des Clubs schippten Anhänger unter anderem auf den Tribünen und Parkplätzen vor der Partie am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) in der Fußball-Bundesliga.
Union machte keine Angaben, ob die Austragung des Spiels in Gefahr ist. Es gab jedoch zunächst keine Hinweise darauf. Eine ähnliche Aktion gab es zuletzt schon vor der Partie gegen Mainz im Januar. Das Spiel fand statt.
15.10 Uhr: Störungen im Fernverkehr zwischen Berlin und Hannover dauern an
Das Winterwetter sorgt im Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen Berlin und Hannover weiterhin für zahlreiche Ausfälle. Mehrere ICE-Verbindungen von und nach Berlin fallen ganz oder teilweise aus, darunter die Linie nach Saarbrücken sowie Verbindungen in Richtung Frankfurt am Main und Hannover. Auch Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sind betroffen, zudem kommt es auf Verbindungen aus dem Raum Hamburg nach Berlin zu Ausfällen.
05.02.2026, Berlin: Fahrgäste warten auf dem Bahnsteig im Berliner Hauptbahnhof auf den Zug. Durch Schnee und Eis kommt es zu Verspätungen und Ausfällen im Nah- und Fernverkehr.
© dpa/Carsten Koall
Einen konkreten Grund für die Störungen nannte die DB nicht, sondern bezeichnete sie lediglich als „witterungsbedingte Einschränkung“. Bereits am Mittwoch kam es auf der Strecke zwischen Berlin und Hannover zu Problemen. Auf einer Seite mit Verkehrsmeldungen informiert das Unternehmen über den aktuellen Stand der Störungen.
14.50 Uhr: Verkehrsverwaltung verteidigt BSR gegen Kritik am Winterdienst
Die Berliner Verkehrsverwaltung hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) gegen Kritik verteidigt, wonach sie mit dem Winterdienst überfordert sei. „Die Lage bleibt herausfordernd“, erklärte Sprecherin Petra Nelken mit Blick auf die derzeitige Lage auf Berlins Straßen und Gehwege. Sie ergänzte: „Ein Zeitpunkt, bis wann alle Hauptverkehrsstrecken dann wieder völlig „schwarz“ sind, kann derzeit noch nicht realistisch eingeschätzt werden.“
Nelken zufolge habe die Witterung der vergangenen Nacht die BSR vor besondere Herausforderungen gestellt. Weil es erst geschneit und dann geregnet habe, mussten Straßen und Wege mehrfach geräumt werden. „Seit den frühen Morgenstunden ist die BSR auch heute wieder mit über 2.000 Mitarbeitenden und 540 Fahrzeugen im Winterdienst unterwegs“, erklärte Nelken. Ihr Schwerpunkt läge Hauptverkehrsadern, ÖPNV-Strecken sowie Zufahrten zu Krankenhäusern. Die BSR sei „gut aufgestellt“, erklärte Nelken.
Nach Schneefall und Eisregen in der Nacht zu Donnerstag waren am Morgen zahlreiche Berliner Hauptstraßen von einer dicken Schicht Schneematsch bedeckt. Dieser war Nelken zufolge entstanden, weil die BSR bereits vor Einsetzen der Niederschläge auf allen Hauptstraßen Taumittel gestreut hatte. Unter dem Schneematsch herrschten keine Gefriertemperaturen, „so dass eine gute Befahrbarkeit hergestellt war und ist“, erklärte Nelken.
14.41 Uhr: Eiszapfen störten zwischenzeitlich Ringbahn-Verkehr
Eiszapfen am Bahnhof Schönhauser Allee haben den Verkehr der Ringbahnlinien S41 und S42 sowie der Linien S8 und S85 gestört. Inzwischen fahren die Züge wieder planmäßig, wie die Berliner S-Bahn am Donnerstagnachmittag mitteilte. Aufgrund der Eiszapfen kam es zu Taktänderungen und Verspätungen, die S85 verkehrte zeitweise überhaupt nicht.
14.13 Uhr: Polizei meldet deutlich mehr Verkehrsunfälle
Auf den glatten Berliner Straßen hat es am Morgen und am Vormittag deutlich mehr Verkehrsunfälle gegeben als vor einer Woche. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage sagte, registrierte die Behörde zwischen 4 und 10 Uhr insgesamt 103 Unfälle. Das sind 40 mehr als im gleichen Zeitraum am vergangenen Donnerstag, als 63 Unfälle gemeldet worden waren.
Zur Schwere der Verkehrsunfälle und dazu, ob diese mit dem Wetter zusammenhingen, konnte der Sprecher keine Angaben machen. Es handle sich bei den Angaben um die Gesamtzahl der registrierten Unfälle, sagte er.
12.53 Uhr: Avus nach Unfall wieder frei
Die A115 (Avus) ist nach einem Unfall wieder zwischen Spanischer Allee und Hüttenweg wieder befahrbar. Das teilte die Verkehrsinformationszentrale Berlin mit.
12.50 Uhr: Kein Ansturm von Glätte-Verletzten im BG Unfallkrankenhaus
Der erneute Eisregen hat in der Rettungsstelle des BG Unfallkrankenhauses Berlin bislang nicht zu einem erhöhten Aufkommen an Glätte-Verletzten geführt. Nach Angaben von Pressereferent Hans-Christian Bustorf ist die Lage nicht so angespannt wie in den vergangenen Tagen. Er vermute, dass der Neuschnee die Glätte auf vielen Wegen etwas abgemildert haben könnte, sagte er dem Tagesspiegel. Konkrete Zahlen nannte Bustorf nicht.
„Ich glaube, die Kollegen in den OP-Sälen und in der Rettungsstelle würden sich freuen, wenn es mal zwei oder drei Tage nicht so wild wäre, wie in der Vergangenheit“, sagte Bustorf weiter. Vor rund einer Woche hatte Sprecherin Angela Kijewski geschildert, dass sowohl die Betten als auch die Personalkapazitäten des BG Unfallkrankenhauses voll ausgelastet seien. „Die Chirurgen arbeiten die Nächte durch“, sagte sie.
12.25 Uhr: BVG: „Eisregen war schneller, als die U-Bahn-Züge fahren konnten“
Erneut führen Eisregen und winterliche Temperaturen zu Problemen bei der BVG. Während die Busse und Straßenbahnen weitgehend normal fahren, gibt es bei den U-Bahn-Linien U2 und U3 erhebliche Einschränkungen – und das, obwohl sich die BVG nach eigenen Angaben auf die Wetterlage vorbereitet hatte. In einer Pressemitteilung erklärte das Unternehmen nun, warum es dennoch zu Störungen im Betrieb kommt.
Demnach waren sowohl im Tram- als auch im U-Bahn-Netz in der Nacht und am Donnerstagvormittag Spezialfahrzeuge im Einsatz, und es wurden zusätzliche Betriebsfahrten durchgeführt. Bauarbeiten seien vorsorglich verschoben worden, damit die Züge durchgängig fahren konnten.
Trotz „guter Vorbereitung und aller getroffenen, zusätzlichen Maßnahmen sowie dem Einsatz vieler Mitarbeitender auf der Strecke“ habe man die „massive und blitzartig auftretende Vereisung an den oberirdischen Teilstrecken der U2 und U3 punktuell“ nicht verhindern können, teilte die BVG mit. „Vereinfacht gesagt: Der massive Eisregen war schneller, als die U-Bahn-Züge fahren konnten.“
12.06 Uhr: U2 zwischen Zoo und Potsdamer Platz unterbrochen
Wegen vereister Stromschienen ist die U-Bahn-Linie U3 am Mittag weiterhin unterbrochen und fährt derzeit nicht zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck sowie zeitweise zwischen Krumme Lanke und Onkel Toms Hütte. Zwischen Spichernstraße und Onkel Toms Hütte habe man den Betrieb wieder aufnehmen können, teilte die BVG mit. Der Abschnitt bis Krumme Lanke soll in Kürze folgen.
Zwischen Wittenbergplatz und Warschauer Straße gibt es weiterhin einen Ersatzverkehr mit Bussen.
Die U-Bahn-Linie U2 ist weiterhin zwischen Zoologischer Garten und Potsdamer Platz unterbrochen. Man arbeite an der Enteisung des Abschnitts, teilte die BVG mit.
11.55 Uhr: BSR verteilt an weiteren Standorten kostenlos Split
Verbraucher in Berlin können ab sofort an vier weiteren Standorten kostenlos Split bei der Berliner Stadtreinigung (BSR) abholen. Erhältlich ist das Streugut gegen die Glätte nun auch in der Lengeder Straße (Reinickendorf), der Kniprodestraße (Prenzlauer Berg), der Ringbahnstraße (Tempelhof) sowie im Kronprinzessinenweg (Grunewald), wie die BSR mitteilte. Das Material werde in haushaltsüblichen Mengen abgegeben. Behälter müssen die Anwohnerinnen und Anwohner selbst mitbringen.
Abgeholt werden kann der Split an den Standorten zwischen 8 und 16 Uhr. „Es wird dringend darum gebeten, das Angebot nur bei tatsächlichem akuten Bedarf zu nutzen“, hieß es.
Insgesamt hat die BSR damit an sieben Standorten Abholstationen eingerichtet. Die drei bestehenden befinden sich an den Betriebshöfen in der Forckenbeckstraße (Schmargendorf), der Mühlenstraße (Friedrichshain) und der Nobelstraße (Neukölln).
11.46 Uhr: Enteisung der Flugzeuge am BER dauert doppelt so lange wie üblich
„Fluggäste brauchen weiterhin Geduld“, sagt die Sprecherin des Flughafens Berlin-Brandenburg. Auch wenn seit dem späten Vormittag wieder Flugzeuge vom BER starten können, sei der Flughafen noch nicht wieder im Normalbetrieb. Es werde noch den ganzen Tag zu Verspätungen oder Streichungen kommen, da wegen der dicken Eisschicht auf den Flugzeugen die Enteisungen doppelt so lang wie üblich dauerten, sagte sie.
05.02.2026, Brandenburg, Schönefeld: Eine Maschine der Flugbereitschaft der Luftwaffe wird am Flughafen Berlin-Brandenburg BER am Donnerstagmorgen vor dem Abflug enteist.
© dpa/Anne-Béatrice Clasmann
Das könne pro Flugzeug bis zu 60 Minuten dauern. Es werde in zwei Schichten enteist. Zuerst muss demnach eine Enteisungsflüssigkeit auf das Flugzeug. Danach müsse die Maschine versiegelt werden.
11.19 Uhr: Eisbrecher sollen Brennstoff-Lieferungen sichern
Trotz weitgehend eingestellter Schifffahrt halten Eisbrecher einige Wasserwege für den Gütertransport von Holz und Kohle zur Wärmeversorgung frei. So könnten Heizkraftwerke weiter angefahren werden, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Spree-Havel in Berlin. „Für volkswirtschaftliche wichtige Transporte werden Wasserstraßen freigehalten“, sagte der Sprecher. Holz- und Kohle-Transporte sollten weiter möglich sein.
Der Eisbrecher „Seelöwe“ sei bis zum Montag auf der Unteren Havel-Wasserstraße und dem Teltowkanal bei Spandau und Rudow unterwegs. Auf der Spree-Oder-Wasserstraße fahre der Eisbrecher „Seeotter“ bei Klingenberg im Osten Berlins. Dort gibt es wie in Rudow ein Heizkraftwerk.
Nicht überall werde das Eis mit Hilfe der Spezialschiffe aufgebrochen, auch um einen zu großen Anstau des Wassers und einen erschwerten Abfluss zu vermeiden, erklärte der Sprecher der Behörde. Zudem sollten Schäden an Anlagen wie Wehren, Schleusen, Uferwänden und Steganlagen verhindert werden.
Der Eisbrecher „Seeotter“ fährt durch zugefrorene Flächen der Spree in der Rummelsburger Bucht.
© dpa/Carsten Koall
Nach seinen Angaben hat sich eine Eisdicke von zu 20 Zentimetern auf den Wasserstraßen gebildet. Vom Betreten der Eisflächen werde jedoch dringend abgeraten, so die Behörde.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Oder-Havel teilte mit: „Frost und Eis ließen die Schifffahrt zum Erliegen kommen.“ Alle Wasserstraßen im Bereich der Behörde seien für die Schifffahrt gesperrt.
10.28 Uhr: Flüge starten wieder vom BER – weiterhin Verspätungen und Ausfälle
Nachdem am Morgen zwischenzeitlich keine Flugzeuge am Flughafen BER abheben konnten, finden nun laut Webseite des Airports wieder Starts statt. Weiterhin müssen Passagiere jedoch mit Flugausfällen sowie massiven Verspätungen rechnen. Sie seien gebeten, bei den Airlines den Flugstatus zu prüfen, sagte eine Flughafen-Sprecherin. Auf der Webseite des Flughafens ist zu sehen, dass bis zum Mittag mehrere Flüge gestrichen sind.
10.13 Uhr: „Wir müssen ständig nachräumen“
Die BSR ist seit den frühen Morgenstunden „mit voller Mannschaftsstärke (…) im Winterdienst unterwegs“, vor allem bei der Räumung, teilte die Sprecherin des Unternehmens, Frauke Bank, auf Anfrage mit. Mehr als 2000 Mitarbeitende und 540 Fahrzeuge seien im Einsatz. Die Teams seien seit Wochen „und so auch heute pro Schicht zehn Stunden im Einsatz“, sagte Bank. Bereits am Mittwochabend hätten Mitarbeitende der BSR präventive Streckenstreuungen vorgenommen.
„Das Räumen ist heute sehr herausfordernd“, sagte Bank. Da ab 1 Uhr der Eisregen einsetzte und bis etwa 7 Uhr Regen auf gefrorenen Boden traf, bildete sich laut der Sprecherin permanent neu eine kristalline Schneedecke auf den Straßen. „Das heißt für uns: Wir müssen ständig nachräumen. Das tun wir auch aktuell.“
Die Priorität liege dabei immer zuerst auf den Hauptverkehrsadern der Stadt, die für den öffentlichen Nahverkehr und Einsatzkräfte am wichtigsten sind. Wann diese geräumt sind, könne die Sprecherin derzeit nicht realistisch sagen. „Wir müssen die Wetterlage weiterhin sehr ernst beobachten, denn es wird weiterer gefrierender Regen heute erwartet“, sagte Bank. Die Lage bleibe herausfordernd.
„Wir können allen Berliner:innen nur empfehlen, Fahrverhalten entsprechend der Winterverhältnisse anzupassen, Rücksicht auf Einsatzfahrzeuge zu nehmen und unnötige Wege zu vermeiden“, teilte die Sprecherin weiter mit. Außerdem wolle die BSR ab heute die Ausgabestellen für kostenfreien Splitt an Bürgerinnen und Bürger ausweiten. Auf der Webseite der BSR werden aktuelle Standorte aufgeführt.
10.05 Uhr: DWD hebt Unwetterwarnung vor Glatteis für Berlin und Brandenburg auf
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnung vor Glatteis für Berlin und Brandenburg aufgehoben. Auch über Warnapps wie Nina wurde die Aufhebung der Unwetterwarnung verbreitet. Weiterhin gilt in Berlin und Teilen Brandenburgs jedoch eine amtliche Warnung vor markanter Glätte bis 12 Uhr.
10.01 Uhr: „Es geht langsam voran in der Stadt“
„Es geht langsam voran in der Stadt, aber wir sehen nicht unbedingt, dass es mehr Unfälle gibt“, sagt ein Sprecher der Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ). Allerdings würden nicht alle Unfälle an die VIZ gemeldet. Ein Polizeisprecher hatte dem Tagesspiegel zuvor auf Nachfrage gesagt, dass am Donnerstagmorgen etwas mehr Unfälle gemeldet wurden als im gleichen Zeitraum in der vergangenen Woche. Am heutigen Donnerstag habe es bislang keine größeren Unfälle gegeben.
Der Sprecher der VIZ gibt Tipps zum sicheren Fahren in der aktuellen Verkehrslage: „Langsam fahren und mehr Abstand zu anderen Autos halten, das ist das, was man mit dem Auto machen kann. Aber am besten das Auto stehen lassen.“
9.53 Uhr: VIZ meldet Unfall auf der Avus
Auf der A115 (Avus) hat es nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) einen Unfall gegeben. Die Autobahn ist demnach in Richtung Dreieck Funkturm zwischen Spanische Allee und Hüttenweg voll gesperrt. Der Verkehr werde über den Standstreifen geführt.
9.40 Uhr: Rutschpartie für Autofahrer – Schnee macht Eis auf Gehwegen griffiger
Die Oranienburger Straße in Wittenau ist für Autofahrer eine Rutsch- und Matschpiste. Fußgänger dagegen kommen dank des griffigeren Schnees und Räumfahrzeugen auf den Gehwegen besser voran als in den letzten Wochen.
Die Oranienburger Straße am Donnerstagmorgen.
© Claudia Liebram
9.35 Uhr: Viele Straßen nicht geräumt
Im morgendlichen Berufsverkehr sind viele Hauptverkehrsstraßen in Berlin nach Beobachtung des Tagesspiegel nicht geräumt. Die BSR war am Morgen zunächst nicht für Nachfragen erreichbar.
9.30 Uhr: Flüge am BER gestrichen
Weiterhin sind am Flughafen BER keine Starts möglich. Aufgrund schnell gefrierenden Regens sei eine Enteisung der Flugzeuge derzeit nicht möglich, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Flugzeuge, die bereits in der Luft sind, könnten aber am Hauptstadtflughafen landen.
Flugzeuge am schneebedeckten Hauptstadtflughafen BER. Am Flughafen BER sind alle Starts aufgrund der Witterung eingestellt worden.
© dpa/Christoph Soeder
Zahlreiche Airlines haben witterungsbedingt Flüge gestrichen, wie auf der Webseite des Flughafens zu sehen ist. Die Sprecherin bat Fluggäste darum, sich bei ihren Airlines zu informieren.
Ein Redaktionsmitglied berichtet von vor Ort, dass Passagiere verwirrt durch die Gates laufen, versuchen, Sitzplätze zu finden und ihre Essensgutscheine einzulösen. Derweil fahren Schneepflüge zwischen den Flugzeugen umher, vereinzelt stehen zurückgelassene oder vergessene Koffer auf dem Flugfeld. Insgesamt sei die Stimmung entspannt bis fatalistisch.
9.16 Uhr: BVG richtet weiteren Ersatzverkehr auf der U3 ein
Weil auf die U-Bahn-Linien U2 und U3 wegen vereister Stromschienen teilweise unterbrochen sind, hat die BVG auf zwei Abschnitten der U-Bahn-Linie U3 einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Busse fahren nach BVG-Angaben zwischen U Wittenbergplatz und S+U Warschauer Straße sowie zwischen U Breitenbachplatz und U Dahlem-Dorf.
8.39 Uhr: Schlösserstiftung schließt Anlagen in Berlin und Potsdam
Spazierengehen in Parks der Schlösserstiftung in Berlin und Potsdam ist wegen der Eisglätte heute nicht möglich: Die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg schließt ihre Anlagen vorübergehend. Auch die Schlösser in den Parks bleiben geschlossen.
8.37 Uhr: Verspätungen und Ausfälle im Fernverkehr
Das Winterwetter sorgt zwischen Hannover und Berlin für Zugausfälle und Verspätungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Das Ausmaß sei allerdings geringer als am Mittwoch, sagte eine Bahnsprecherin. Auch einzelne Sprinterlinien fielen aus, in Berlin müsse wegen Eisregens die Geschwindigkeit herabgesetzt werden.
Betroffen ist unter anderem der ICE-Sprinter zwischen Berlin und Bonn, der über Hannover und Köln fährt, wie die Bahn online mitteilte. Das gilt auch etwa für die ICE-Linie von Berlin über Braunschweig und Frankfurt nach Karlsruhe sowie die ICE-Linien Berlin – Hannover – Münster – Dortmund – Köln – Aachen und Berlin – Hannover – Bremen – Oldenburg.
8.27 Uhr: Berliner Polizei registriert mehr Unfälle
Die Berliner Polizei hat am frühen Donnerstagmorgen etwas mehr Verkehrsunfälle aufgenommen als vor einer Woche. Das sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Demnach wurden am heutigen Donnerstag zwischen 4 und 8 Uhr 42 Unfälle registriert. Eine Häufung habe es vor allem zwischen 5 und 7 Uhr gegeben. Vor einer Woche hatte die Polizei zwischen 4 und 8 Uhr 27 Unfälle aufgenommen.
8.15 Uhr: Alle Bus- und Tramlinien fahren
Anders als bei der U-Bahn, wo sich auf den oberirdischen Abschnitten Blitzeis auf den Stromschienen gebildet hat, gibt es bei den Bussen und Straßenbahnen derzeit keine größeren Störungen. Nach Angaben der BVG fahren alle Linien. Wo es im Straßenverkehr wegen der Glätte etwas langsamer vorangehe, betreffe dies jedoch auch die Busse und Trams, teilte die BVG mit.
8.09 Uhr: BVG richtet Ersatzverkehr für die U3 ein
Weil die U-Bahn-Linie U3 derzeit witterungsbedingt teilweise unterbrochen ist, hat die BVG zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Das teilt die Verkehrsinformationszentrale mit.
7.53 Uhr: Stau auf der Berliner Stadtautobahn A100
Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) staut es sich derzeit auf der A100 in Richtung Wedding. Zwischen Neukölln und Seestraße müssten mindestens 30 Minuten mehr eingeplant werden, teilt die VIZ mit.
7.48 Uhr: Unfall auf dem Nördlichen Berliner Ring
Auf der A10 Dreieck Havelland in Richtung Dreieck Barnim gab es zwischen Oberkrämer und Kreuz Oranienburg auf dem linken Fahrstreifen einen Unfall, teilt die Verkehrsinformationszentrale mit. Autofahrer sollten besonders vorsichtig sein, es bestehe Gefahr durch Straßenglätte.
7.44 Uhr: U2 fährt wieder zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Pankow
Auf der U-Bahn-Linie U2 wurde der Betrieb zwischen den Stationen Rosa-Luxemburg-Platz und Pankow wieder aufgenommen, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilt. Allerdings fahren die Züge hier laut BVG nur im 15-Minutentakt. Die Unterbrechung zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz besteht aber weiter.
Zudem ist die U3 weiterhin zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck sowie zwischen Krumme Lanke und Breitbachplatz unterbrochen.
7.39 Uhr: Keine Starts am Flughafen BER
Am Berliner Flughafen BER können wegen Eis am Morgen keine Flugzeuge starten. „Aktuell finden am Flughafen BER aufgrund der Witterungsverhältnisse keine Starts statt“, sagte eine Sprecherin. Aufgrund schnell gefrierenden Regens sei eine Enteisung der Flugzeuge derzeit nicht möglich.
Davon seien derzeit nur Starts betroffen, Flugzeuge in der Luft könnten derzeit am BER landen. Wie lange keine Maschinen an dem Flughafen abheben können, sei noch nicht klar. Passagiere müssten mit Flugausfällen sowie massiven Verspätungen rechnen und seien gebeten, bei den Airlines den Flugstatus zu prüfen.
7.35 Uhr: Probleme auch bei der S-Bahn
Auch bei der Berliner S-Bahn gibt es auf mehreren Linien Einschränkungen. Ob diese im Zusammenhang mit der Wetterlage stehen, blieb zunächst unklar.
Auf den Linien S8 und S46 kommt es wegen der Reparatur eines Signals in Grünau zu Verspätungen. Die S8 fährt derzeit nicht zwischen Grünau und Wildau.
Am Treptower Park muss eine Weiche repariert werden. Die S8 fährt deshalb nur zwischen Birkenwerder und Ostkreuz, die S85 nur zwischen Frohnau und Ostkreuz. Zwischen Ostkreuz und Treptower Park sollen Fahrgäste auf die Ringbahnlinien S41 und S42 ausweichen.
Auf der Linie S5 kommt es durch einen technischen Defekt am Bahnübergang in Mahlsdorf zu Verspätungen und Einschränkungen. Der Zehn-Minuten-Takt zwischen Wuhletal und Hoppegarten kann nicht angeboten werden. Ebenfalls auf der S5 besteht zwischen Strausberg und Strausberg Nord nur ein 40-Minuten-Takt. Grund ist die Reparatur an einer Weiche in Hegermühle.
Zudem ist wegen einer weiteren Reparatur an einer Weiche in Zepernick auf der Linie S2 ein Umstieg in beiden Fahrtrichtungen nötig.
6.55: Zunächst keine Einschränkungen beim Tram-Verkehr gemeldet
Anders als beim Eisregen in der vergangenen Woche läuft der Trambetrieb am Donnerstagmorgen weitgehend normal. Für die Straßenbahnen lagen zunächst keine Störungsmeldungen vor.
6.43 Uhr: U2 und U3 wegen Eisregens unterbrochen
Eis und Glätte führen am frühen Donnerstagmorgen bereits zu Einschränkungen im Berliner U-Bahnnetz. Die Linie U2 ist nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) derzeit teilweise unterbrochen. Sie fährt bis auf Weiteres nicht zwischen den Stationen Wittenbergplatz und S+U Potsdamer Platz sowie Rosa-Luxemburg-Platz und S+U Pankow.
Auch auf der Linie U3 gibt es Probleme. Der Verkehrsinformationszentrale der Senatsverwaltung zufolge fährt die Linie zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck nicht. Außerdem ist sie zwischen Krumme Lanke und Breitenbachplatz unterbrochen.
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Mittwoch, 4. Februar: BVG ist auf erneuten Eisregen vorbereitet
Wegen des drohenden Eisregens und der Glätte haben sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Berliner Stadtreinigung (BSR) auf die schwierige Nacht vorbereitet. Zusätzliche Fahrzeuge sowie Fahrerinnen und Fahrer stünden bereit, um ergänzende Betriebsfahrten durchzuführen, teilte ein BVG-Sprecher mit.
Ein Schneeräumfahrzeug der BSR bürstet den Schnee vom vereisten Boden am Alexanderplatz.
© dpa/Carsten Koall
Dabei sollen Gleise und Oberleitungen freigehalten werden. Bei der U-Bahn sei ein Bürsten- und Schmierzug im Einsatz. Mit der BSR sei zudem vereinbart worden, bei Frost besonders anfällige Punkte frühzeitig zu streuen.
Am 26. Januar hatte gefrierender Regen zur Vereisung der Oberleitungen der Berliner Straßenbahnen geführt. In der Folge wurde der Tramverkehr komplett eingestellt. Erst am 31. Januar war das Netz wieder komplett befahrbar.
Beim Verdi-Streik am vergangenen Montag hat die BVG das Straßenbahnnetz ohne Fahrgäste mit Trams befahren lassen, damit die Oberleitungen nicht erneut vereisen.
Mittwoch, 4. Februar: BSR beendet vorerst Unterstützung der Bezirke
Wegen der angespannten Wetterlage beendet die BSR vorerst die Unterstützung der Berliner Bezirke beim Winterdienst, wie eine Sprecherin mitteilte. Seit dem vergangenen Wochenende waren Mitarbeitende der BSR auch an Stellen aktiv, für die sie nicht gesetzlich zuständig ist, um die Glättesituation zu verbessern.
„Wegen des erneuten Schneefalls und des ab morgen drohenden Eisregens wird die BSR diese zusätzliche Unterstützung vorerst aussetzen, um ihre eigenen Aufgaben im Winterdienst gemäß gesetzlicher Festlegung prioritär zu erfüllen“, erklärte die BSR-Sprecherin.
Ab dem frühen Donnerstagmorgen sollen insbesondere die Hauptverkehrswege der Stadt, die für Einsatzkräfte und den ÖPNV wichtig sind, gesichert werden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Berlin (BUND) hatte die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Dienstag aufgefordert, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um einen erneuten witterungsbedingten Totalausfall zu verhindern. Dazu gehörten auch insbesondere sogenannte Bügelfahrten bei Nacht, um Eisschichten an der Oberleitung abzukratzen.
(mit dpa)