Reederei
Maersk streicht 1.000 Verwaltungsjobs – Hamburg wohl betroffen
Aktualisiert am 06.02.2026 – 06:49 UhrLesedauer: 1 Min.
Schiffscontainer von Maersk: (Quelle: Jonas Walzberg/dpa/dpa-bilder)
Der dänische Konzern streicht weltweit 1.000 Verwaltungsstellen. Auch Hamburg soll betroffen sein – doch wie stark, bleibt geheim.
Die Reederei Maersk streicht weltweit 1.000 Stellen in der Verwaltung. Mit dem Sparkurs will der dänische Konzern jährlich 153 Millionen Euro einsparen, wie das „Hamburger Abendblatt“ unter Berufung auf das Unternehmen berichtet. Demnach ist auch der Hamburger Standort, an dem knapp 1.000 Menschen arbeiten, betroffen – wie stark, gab Maersk offenbar nicht bekannt.
Konkret soll jeder sechste Arbeitsplatz in den Zentralbereichen wegfallen, heißt es in dem Bericht. Die Kürzungen betreffen neben der Kopenhagener Zentrale auch alle Regionalbüros und Länderorganisationen.
Der Stellenabbau erfolgt paradoxerweise in einer wirtschaftlich guten Phase. 2025 erwirtschaftete Maersk ein operatives Ergebnis von 3,5 Milliarden Dollar – zwar nur halb so viel wie im Vorjahr, aber über den eigenen Erwartungen. Chef Vincent Clerc zeigte sich zufrieden: „In einem Jahr, in dem die Lieferketten und der Welthandel weiter durch geopolitische Entwicklungen verändert wurden, haben wir eine starke Leistung und einen hohen Mehrwert für unsere Kunden abgeliefert.“
Für das laufende Jahr rechnet der Konzern jedoch mit deutlich schlechteren Ergebnissen. Maersk erwartet Überkapazitäten in der Branche und sinkende Frachtpreise. Zudem normalisieren sich die Transportrouten: Sobald mehr Schiffe wieder durchs Rote Meer fahren statt um Afrika herum, werden weniger Schiffe benötigt.
