Der morgige Samstag bringt für die SG Union 1919 Klosterfelde den nächsten Prüfstein in der Wintervorbereitung. Um 17:15 Uhr trifft der Oberligist in Neuruppin auf den Brandenburgligisten BSG Stahl Brandenburg. Auch wenn es sich nicht um ein Pflichtspiel handelt, ist die Partie ein weiterer Baustein in einem eng getakteten Programm, das bewusst unterschiedliche Gegnerprofile einbindet.

Der Spielort Neuruppin verleiht dem Test eine besondere Note. Klosterfelde nutzt die Gelegenheit, erneut unter Wettkampfbedingungen aufzutreten und die eigenen Abläufe weiter zu schärfen. Stahl Brandenburg steht dabei für einen Gegner, der aus der Brandenburgliga kommt und in einem Testspiel nichts zu verschenken haben wird. Solche Begegnungen verlangen Konzentration und Ernsthaftigkeit – gerade weil die Rollen auf dem Papier scheinbar klar verteilt wirken.

Für Trainer Lucio Geral geht es darum, die Trainingsarbeit nicht nur in Ballbesitzphasen sichtbar zu machen, sondern auch in der Spielkontrolle, im Umschaltverhalten und in der Konsequenz vor dem Tor. Jeder Test ist ein Schritt, jeder Gegner stellt neue Fragen. Der Vergleich mit Stahl Brandenburg wird ein weiteres Puzzleteil liefern, um die Mannschaft auf den Pflichtspielbetrieb vorzubereiten.

Der Blick nach vorn ist jedoch eng verbunden mit dem, was Klosterfelde zuletzt gezeigt hat. Denn das letzte Testspiel am Dienstag war ein Auftritt, der Selbstvertrauen und Stabilität vermittelt hat. Beim Regionalligisten FSV 63 Luckenwalde setzte sich die SG Union 1919 Klosterfelde mit 2:1 durch – ein Ergebnis, das nicht nur aufhorchen lässt, sondern auch die Richtung bestätigt.

Klosterfelde begann in Luckenwalde konzentriert und setzte früh Akzente. In der 28. Minute fiel der Führungstreffer: Maximilian Boritzki traf zum 1:0 und brachte den Oberligisten in Front. Der Treffer war ein wichtiger Moment, weil er zeigte, dass Klosterfelde auch gegen einen höherklassigen Gegner in der Lage ist, Chancen zu nutzen und die Partie aktiv zu gestalten.

Luckenwalde blieb jedoch im Spiel. In der 67. Minute glich Lucas Will zum 1:1 aus und sorgte dafür, dass die Partie erneut offen war. Für Klosterfelde war das der Moment, in dem sich Charakter und Reife beweisen mussten. Und die Mannschaft lieferte eine Antwort. In der 77. Minute traf Luca-René Heinrich zum 2:1 und stellte damit den Sieg sicher.

Der Erfolg in Luckenwalde war nicht nur ein Ergebnis, sondern auch ein Signal: Klosterfelde bleibt stabil, auch wenn der Gegner zurückkommt. Die Mannschaft zeigte sich handlungsfähig, ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und fand in der Schlussphase die entscheidende Lösung. Solche Spiele stärken das Selbstverständnis und liefern wertvolle Erkenntnisse für die nächsten Schritte.

Genau diese Erkenntnisse sollen nun mitgenommen werden nach Neuruppin. Das kommende Testspiel gegen Stahl Brandenburg bietet die Gelegenheit, erneut Intensität zu erzeugen und Abläufe weiter zu festigen. Während der Sieg in Luckenwalde gegen einen Regionalligisten sportlich Gewicht hat, wird die Partie gegen einen Brandenburgligisten andere Schwerpunkte setzen. Hier geht es darum, Dominanz herzustellen, Kontrolle zu behalten und die eigene Struktur konsequent durchzuspielen.