Kiel. Mehr Bäume, eine höhere Aufenthaltsqualität, bessere Querungsmöglichkeiten für Radfahrer und Fußgänger sowie eine Verlegung von Bushaltestellen. Die Pläne für die Umgestaltung des Exerzierplatzes in Kiel stehen bereits seit zwei Jahren fest. Nun rückt die Umsetzung näher. Und auch die Kosten für die Aufwertung werden konkreter.
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3,3 Millionen Euro soll die Umgestaltung des Exerzierplatzes nach aktueller Schätzung kosten. Drei Jahre werden die Umbauarbeiten dauern. Der Baustart ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. In seiner Februarsitzung hat der Mobilitätsausschuss den Plänen zugestimmt und die Stadt beauftragt, die weiteren internen Planungsschritte einzuleiten.
Exer-Umgestaltung dauert drei Jahre
Wie es nun weitergeht und wie die Arbeiten voranschreiten sollen, erläuterte Tiefbauamtsleiter Peter Bender. Aufgewertet werden zunächst die nördliche und westliche Platzseite. Die südliche Ecke wird erst mit dem Bau der Stadtbahn erneuert.
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Dass die Aufwertung des Exerzierplatzes drei Jahre dauert, begründet Bender mit einer besonderen Herausforderung: Der Umbau soll ohne Vollsperrungen stattfinden. „Die Verkehrsbeziehungen werden während der Arbeiten aufrechterhalten. Dadurch ergibt sich eine langwierige Bauphase.“ Zudem sind Baupausen während der Kieler Woche und der Weihnachtszeit vorgesehen.
15 Bäume werden gefällt, 56 neu gepflanzt
Ziel der Aufwertung des Exerzierplatzes in Kiel ist eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer. Der Autoverkehr rund um den Platz soll flüssiger laufen und die Wohnqualität in der Möllingstraße soll steigen. Zudem will die Stadt die Aufenthaltsqualität auf dem Platz erhöhen und die Ladenflächen an der Dammstraße sollen attraktiver werden.
Um die Querung für Passanten zu erleichtern, entfällt zwischen Kleiner Kuhberg und Möllingstraße eine Fahrspur für Autos. Auf der frei werdenden Fläche soll ein eigener Radweg entstehen. Vom Schülperbaum kommend in Richtung Dammstraße wird über den Platz ein neuer Radweg eingerichtet. 15 Bäume (überwiegend Kastanien) müssen gefällt werden, dafür werden 56 neue Bäume gepflanzt.
Damit durch die Möllingstraße weniger Verkehr fließt, ist ein Abbiegen aus dem Knooper Weg und von der Straße Exerzierplatz nicht mehr möglich. Zudem ist in der Möllingstraße Tempo 30 vorgesehen. Die Bushaltestelle Dammstraße fällt weg und wird in den Knooper Weg verlegt. Dies führte zu Kritik der dortigen Gewerbetreibenden, da vor den Geschäften Parkplätze wegfallen.
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Nach Alternativen sei gesucht worden, sagt Mobilitätsdezernentin Alke Voß (Grüne). Aber: „Es gab keine andere Möglichkeit bei der Verlegung der Bushaltestelle.“ Dem stimmt der Vorsitzende des Mobilitätsausschusses, Ralf Kretschmer (CDU), zu. „Wir haben lange geplant und das ist die vernünftigste Lösung.“
KN