17 bis 20 Stunden am Tag sind die Bewohner von Czernowitz, einer Stadt im Südwesten der Ukraine, weit entfernt von der direkten Kampfzone, zurzeit ohne Strom und damit auch ohne Heizung, Licht, Kommunikation und Wasser. In einer aktuellen E-Mail berichtet Vasyl Savka, Geschäftsführer von Kolping in der Ukraine, über die dramatische Lage der Menschen. Er bittet um Stromaggregate, damit die Menschen zumindest zeitweise Strom haben. Die Augsburger Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger ruft nun die Menschen in Schwaben auf, Geld für den Kauf von Stromgeräten zu spenden. Der Kolping-Bezirksverband Augsburg organisiert gerade einen entsprechenden Hilfstransport in die Ukraine.

Vieles ist chaotisch und kaum planbar

Savka schreibt in seinem Hilferuf: „Die Lage hier spitzt sich derzeit leider weiter zu. Alles nähert sich zunehmend einer humanitären Katastrophe, vieles ist chaotisch und kaum planbar. Kein Strom – das bedeutet automatisch auch: kein Wasser und keine Heizung. Gerade im harten Winter ist das für viele Familien, ältere Menschen und Kinder kaum auszuhalten. Was in den kommenden Wochen noch auf uns zukommt, kann und will ich mir im Moment kaum vorstellen. Vor diesem Hintergrund sind Stromaggregate von unschätzbarem Wert.“ Und weiter: „Ihr helft ganz konkret, Leben zu schützen und ein Mindestmaß an Versorgung aufrechtzuerhalten.“

Der Kolping-Bezirksverband Augsburg ist im Moment dabei, Angebote einzuholen und möglichst kurzfristig einen Transport in die Ukraine zu organisieren. Ziel ist es, Mitte Februar mit dem Transport zu starten und mindestens 50 Stromaggregate zu liefern. Gekauft werden sollen Geräte für den normalen Hausgebrauch mit einer Leistung bis zu fünf Kilowatt. Zusätzlich zum Kauf kommen die Kosten für den Transport in die Ukraine von ungefähr 2500 Euro.

Wie Kolping ganz konkret hilft

Kolping hilft bereits seit Kriegsbeginn in der Ukraine. Die Kolpingsfamilien in der Stadt und im Landkreis Augsburg haben mit Unterstützung der Kolpingsfamilien, der Kolpingmitglieder und der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger schon mehrere Hilfstransporte organisiert. Zuletzt wurden an Weihnachten 740 Weihnachtspakete gesammelt und mit dem Johanniter-Weihnachtstruck zu den notleidenden Menschen in der Ukraine gebracht. Seit 2022 hat die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger 177.000 Euro allein an Spendengeldern (ohne Sachspenden) aufgewendet.

Das Spendenkonto

Hilfsbereite Menschen können Geld auf das Spendenkonto der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger, Stichwort „Ukrainehilfe Kolping“, IBAN DE64 7509 0300 0000 1477 70 überweisen. (AZ)

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