Treffen im Rathaus
Wohnungsgipfel: Ziemons will den „Bauturbo“ anschmeißen
06.02.2026 – 12:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Treffen im Aachener Rathaus: OB Ziemons (vorne) traf sich zum ersten Wohnungsgipfel mit Vertretern aus Verwaltung und Wohnungswirtschaft. (Quelle: Stadt Aachen)
Vertreter von Verwaltung und Wohnungswirtschaft treffen sich, um den Wohnungsbau in Aachen zu beschleunigen. Tausende Wohneinheiten sollen in den nächsten Jahren entstehen.
Oberbürgermeister Michael Ziemons hat am Mittwoch (4. Februar) gemeinsam mit dem Beigeordneten Thomas Hissel den ersten Aachener Wohnungsgipfel im Rathaus einberufen. Ziel war es, den Wohnungsbau in der Stadt zu beschleunigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der Wohnungswirtschaft sowie Fachleute aus der Stadtverwaltung teil.
Im Ratssaal erläuterten Verwaltungsvertreter in Kurzvorträgen Potenziale städtischer Flächen, bestehende Abläufe und Optimierungsmöglichkeiten. Dabei wurde auch der städtische „Bauturbo“ vorgestellt, der schnellere Genehmigungen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bauwirtschaft ermöglichen soll.
Ziemons betonte: „Wir brauchen etwa 7000 Wohneinheiten in den nächsten 15 Jahren. Durch den Dialog bauen wir eine starke Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten auf. So schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen, damit bezahlbarer Wohnraum für Aachen rasch wächst.“
Beigeordneter Thomas Hissel hob die Notwendigkeit gemeinsamer Verantwortung hervor: Verwaltung und Wohnungswirtschaft sollen Hemmnisse abbauen und Prozesse beschleunigen. „Mit unseren städtischen Potenzialflächen und den Instrumenten des Wohnungsbauturbos schaffen wir die Voraussetzungen, damit aus guten Ideen schneller konkreter Wohnraum wird“, sagte Hissel.
Frauke Burgdorff, Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität, ergänzte, dass Verwaltung und Bauaufsicht gemeinsam schnelle bauordnungsrechtliche Genehmigungen ermöglichen sollen. In einem praktischen Austausch stellten Vertreter der Bauwirtschaft eigene Projekte und Erfahrungen vor. Dabei wurden mehr als 3.000 Wohneinheiten diskutiert, die in den kommenden Jahren entstehen könnten.
Die Wohnungswirtschaft lobte den offenen Dialog. Thomas Hübner, Vorstand der Gewoge AG, erklärte: „Die Akteure des Wohnungsmarktes setzen darauf, dass bestehende Hemmnisse gemeinsam mit der Stadtverwaltung identifiziert und konsequent abgebaut werden.“ Weitere Treffen sind geplant, um die nun besprochenen Schritte zu analysieren und umzusetzen.
Land und Bund unterstützen den Ausbau: NRW stellt 1,5 Milliarden Euro für die Wohnraumförderung bereit. Auf Bundesebene ist der Wohnungsbauturbo rechtskräftig, um Genehmigungen und Bauprozesse zu beschleunigen. Die Stadt Aachen will das nutzen, um den Wohnungsbau kurzfristig zu stärken und langfristig zu sichern.
