Bilanz von 2025

So oft kommt es in Aseag-Bussen zu Gewalttaten

06.02.2026 – 13:13 UhrLesedauer: 2 Min.

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Aseag-Bus in Aachen (Archivbild): Aggressives Verhalten gegenüber Fahrpersonal in der Städteregion. (Quelle: Wassilis Aswestopoulos via www.imago-images.de)

Der Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz erschüttert Deutschland. Auch in Aachen wurden im vergangenen Jahr Dutzende Fälle von aggressivem Verhalten registriert.

Auch in Aachen kommt es immer wieder zu Gewalttaten im öffentlichen Nahverkehr. Aseag-Sprecher Paul Heesel teilt auf Anfrage der Aachener Lokalredaktion von t-online mit, dass es 2025 insgesamt rund „100 Fälle aggressiver Auseinandersetzungen“ in den Bussen gegeben habe. Diese reichten von Beschimpfungen bis zu körperlicher Gewalt.

Bei den Fällen handele es sich nicht nur um Aggressionen gegen Busfahrer und Fahrscheinprüfer, sondern auch um Auseinandersetzungen unter Fahrgästen, die oft stattfinden würden, so Heesel. Eine genaue Anzahl von Verletzten, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, liege nicht vor.

Für die Sicherheit der Mitarbeiter habe die Aseag einen kurzen Draht zur Polizei. Bei Vorfällen könnten die Busfahrer diese sofort über die Leitstelle anfordern. „Die Kollegen in der Leitstelle können zudem bei solchen Vorkommnissen auch per Funk in den Bus reinhören und bekommen so mit, was dort vor sich geht“, erklärt Heesel. „Wir schicken bei solchen Vorfällen auch sofort unsere Verkehrsmeister, die die Fahrerinnen und Fahrer schnell vor Ort unterstützen“.

Die Fahrerkabinen seien zudem mit Sicherheitstüren ausgestattet, um Übergriffe auf die Fahrer zu verhindern. In vielen Busse seien inzwischen auch Videokameras installiert. „Das hat eine abschreckende Wirkung und hilft bei der Aufklärung von gewalttätigen Vorkommnissen“, sagt Heesel.