In dem mattgrauen Leichtbaufahrzeug steckt eine Menge Technik, die Kameras und Sensoren fallen sofort auf. Noch ist es in einer Halle in Landsberg zu bestaunen, doch schon bald wird es Autofahrerinnen und Autofahrern in der Region begegnen. Denn das Kraftfahrt-Bundesamt hat Forschenden der Technischen Hochschule Augsburg (THA) jetzt die Erlaubnis erteilt, eben jenes vollständig autonom fahrende Shuttle auf öffentlichen Straßen zu testen. Und zwar in ganz Deutschland. Die THA ist bundesweit überhaupt erst die zweite Hochschule, die eine solch umfangreiche Erprobungsgenehmigung bekommt.
Seit 2023 befindet sich in Landsberg am Lech ein Technologietransferzentrum der THA. Einer der beiden Standorte in der Stadt ist der „Industrial Maker Space“ am Penzinger Feld, wo zum autonomen Fahren geforscht wird. Als Aushängeschild gilt das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Verbundprojekt „Neue Mobilität“ (NeMo.bil). Ziel ist die Entwicklung eines innovativen, schwarmartigen Mobilitätssystems für den ländlichen Raum.

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Für Professor Dr. Carsten Markgraf, wissenschaftlicher Leiter am TTZ, ist die Genehmigung ein „Meilenstein“.
Foto: Thorsten Jordan
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Für Professor Dr. Carsten Markgraf, wissenschaftlicher Leiter am TTZ, ist die Genehmigung ein „Meilenstein“.
Foto: Thorsten Jordan
Ein „Meilenstein“ für die Hochschule Augsburg
Mit dem Leichtbaufahrzeug wird nun ein sogenanntes Level-4-System für das autonome Fahren erprobt. „Der Insasse wird komplett zum Passagier – die Verantwortung liegt beim Fahrzeug oder Hersteller“, erklärte Professor Dr. Carsten Markgraf, wissenschaftlicher Leiter am TTZ, bei einem Pressetermin. Bisher wurde im geschützten Raum auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Penzing getestet. Die ersten Fahrten auf öffentlichen Straßen sind für das zweite Quartal dieses Jahres geplant – zunächst im Raum Landsberg und im Raum Augsburg. Ein geschulter Sicherheitsfahrer sitzt im Fahrzeug, um bei Bedarf eingreifen zu können.
Markgraf nannte die Genehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt einen „Meilenstein“ für die Hochschule. Und auch deren Präsident Professor Dr. Gordon Rohrmair geriet ins Schwärmen: „Ich bin kurz davor zu zerplatzen vor lauter Stolz“, sagte er. Die Genehmigung sei ein Symbol dafür, „was das Team in Landsberg alles geleistet hat“.
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Dominik Stenzel
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86899 Landsberg
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Hochschule Augsburg
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