Nele und Giulia sind zwölf Jahre alt, kommen aus Wuppertal und sind neuerdings Freundinnen. Kennengelernt haben sie sich allerdings nicht, weil sie auf dieselbe Schule gehen oder denselben Sportkurs besuchen. Stattdessen haben beide an der Castingshow „The Voice Kids“ in Berlin teilgenommen.
„The Voice Kids“ ist eine der erfolgreichsten Talentshows für Kinder von sieben bis fünfzehn Jahren. In diesem Jahr wird bereits die 14. Staffel auf dem Fernsehsender Sat1 ausgestrahlt. Das Besondere: Bei der Sendung zählt allein die Stimme der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Vier Coaches wenden den Sängern während der ersten Runde, den sogenannten „Blind Auditions“, den Rücken zu. Gefällt ihnen die erklingende Stimme, können sie einen roten Knopf vor sich drücken. Ihr Stuhl dreht sich um und sie zeigen sich bereit, das Kind in ihr Team aufzunehmen und es auf die folgenden Auftritte vorzubereiten.
Vor der offiziellen ersten Runde gibt es zahlreiche Castings
Doch die Teilnahme an der ersten Runde, die im Fernsehen ausgestrahlt wird, bedeutet zuvor einen langen Weg für die Bewerber. Beide Mädchen bestätigen: „Wir konnten es kaum glauben, als unsere Bewerbungen ausgewählt wurden“, erzählen sie begeistert. Es folgten mehrere Castings, bevor sie sich endgültig für die erste offizielle Runde in Berlin qualifizieren konnten. Warum die beiden Mädchen mitmachen wollten? „Ich singe, seit ich ganz klein bin. Meine Mama ist auch Sängerin“, erzählt Giulia, die die Friedrich-Bayer-Realschule in Cronenberg besucht. Bei „The Voice Kids“ habe sie immer schon einmal mitmachen wollen. Nele fügt hinzu: „Es war jetzt das dritte Mal, dass ich versucht habe, bei der Show mitzumachen. Dieses Jahr hat es endlich geklappt.“ Sie geht auf das Gymnasium Sedanstraße.
Auf einer großen Bühne zu stehen in dem Wissen, dass man im Fernsehen erscheine, war für die Mädchen eine aufregende Erfahrung. „Ich hatte schon kleinere Auftritte, aber auf so einer großen Bühne stand ich noch nie“, sagt Nele. „Ich dachte erst: ‚Das kann ich nicht‘. Aber als ich angefangen habe zu singen, war alles vergessen.“ Noch aufregender scheint es für die Mütter der beiden gewesen zu sein: „Ich war nervöser als Nele. Ich habe nur geheult und habe schon ein bisschen Angst vor der Ausstrahlung“, erzählt ihre Mutter Sylvia lachend. Angela, die Mutter von Nele, kann sich nur anschließen: „Ich glaube, ich war noch nie so stolz auf Giulia. Ich bin so dankbar, dass wir die gleiche Leidenschaft teilen.“
Die berühmten Jury-Mitglieder hätten die Mädchen am Anfang natürlich auch erst einmal nervös gemacht, erinnern sie sich zurück. In diesem Jahr mit dabei sind der spanisch-deutsche Popsänger Alvaro Soler, Michael Patrick Kelly, Leony und das deutsche Musik-Duo „Hero“. „Es waren alle einfach so sympathisch und nett. Sowohl die Prominenten als auch alle anderen Teilnehmer“, schwärmt Giulia. Beide haben während der Zeit neue Freundschaften schließen können, mit denen sie seither regelmäßigen Kontakt pflegten.
Wie weit die Mädchen gekommen sind, bleibt eine Überraschung
Wie weit Nele und Giulia in der Castingshow gekommen sind, durften sie der WZ selbstverständlich noch nicht verraten. Beide sind sich aber einig: Sie würden sich immer wieder für eine Teilnahme entscheiden. „Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich sammeln durfte – das ist für jedes Kind ein Riesenpush“, meint Nele. Giulia hat noch viele Träume: „Ich möchte große Bühnen erleben, mich mal beim Junior Song Contest bewerben. Da gibt es noch einiges“, sagt sie. Und auch Nele betont, weiter Reichweite aufbauen zu wollen. Denn eins ist sicher: Die Musik wird ein fester Bestandteil in dem Leben der beiden Mädchen bleiben.
Wer sich dafür interessiert, wie es mit den beiden Wuppertaler Schülerinnen weitergeht, kann am Samstag, den 14. Februar um 20.15 Uhr die erste Folge auf Sat1 einschalten.