Erst am Montag, 2. Februar, hat der erste Warnstreik der Gewerkschaft Verdi in dieser Tarifrunde für zahlreiche Ausfälle im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ganz Deutschland gesorgt. Die Auswirkungen der Streiks sorgten für Ärger – auch in einigen bayerischen Städten. Doch bereits kurz danach stand fest, dass dies nicht die letzten Streiks in dieser Verhandlungsrunde waren. Nun kündigte Verdi an, am Mittwoch, 11. Februar, den ÖPNV in München und Nürnberg lahmzulegen.

Warnstreik in München und Nürnberg: Darauf sollten sich die Menschen einstellen

Nach den Streiks in mehreren bayerischen Städten kündigte die Gewerkschaft Verdi nun Streiks auch in der kommenden Woche an. Dabei streiken Beschäftigte der privaten Verkehrsunternehmen. Bereits der erste Warnstreik der Tarifrunde beeinträchtigte den Verkehr in den nun erneut betroffenen beiden Großstädten stark.

In München fuhren bereits beim ersten Warnstreik die U-Bahnen nicht, auch die meisten Straßenbahnen standen Fahrgästen nicht zur Verfügung. Einzig Busse der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) fuhren in der bayerischen Landeshauptstadt weiterhin, wenn auch deutlich seltener.

Ähnlich sah es am Montag in Nürnberg aus. Auch in der fränkischen Stadt fuhren weder U-Bahnen noch Straßenbahnen. Die Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG) stellte Busse nach einem Notfahrplan zur Verfügung. Diese deckten allerdings lediglich 16 Linien ab.

Fahrgäste erwarten am Mittwoch, dem zweiten Streiktag der Tarifrunde, ähnliche Szenarien. Der Streik dürfte sich erneut auch auf den Straßenverkehr in und rund um die Städte auswirken. Pendler und weitere Fahrgäste sollten sich deshalb auf erhebliche Verzögerungen und Probleme bei der Anfahrt einstellen.

Zweiter Streiktag: Warum Verdi erneut streikt

Ziel des ersten Warnstreiks war es, Bewegung in die Tarifrunden zu bringen, hieß es von Verdi. Laut dem stellvertretenden Landesbezirksleiter für Bayern, Sinan Öztürk, seien die Streiks allerdings wirkungslos geblieben: „Ein positives Signal seitens der Arbeitgeber hätte den zweiten Streiktag verhindert“, sagte er. Am kommenden Freitag soll es eine weitere Tarifrunde zwischen Vertretern der Arbeitgeberseite und Verdi geben – nur zwei Tage nach dem zweiten Warnstreik.

Die Verantwortung für die erneuten Einschränkungen im ÖPNV schiebt Öztürk dabei der Gegenseite zu. Dass der Streik stattfinde, sei „alleine der Tatsache geschuldet, dass die Arbeitgeber mit ihren Äußerungen überdeutlich machen, dass sie die Nöte der Beschäftigten nicht ernst nehmen“, hieß es.

Zweiter Warnstreik in Bayern: Darum geht es Verdi

Die Forderungen von Verdi für seine Mitglieder sind klar: rund 670 Euro mehr im Monat und weniger Wochenarbeitszeit. Die bayerischen Städte halten diese Forderungen allerdings für zu teuer und weisen sie deshalb zurück. In den vergangenen Jahren hat sich die Finanzlage vieler Kommunen verschlechtert. Gleichzeitig wird die Liste an Defiziten im ÖPNV immer länger.

(Mit Informationen der dpa.)

  • Julia Mondry

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