Einmal im Jahr richten sich alle Blicke auf München, denn dann wird hier das Weltgeschehen gestaltet. Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Veranstaltungen der Weltpolitik. Die traditionsreiche Veranstaltung findet heuer vom 13. bis zum 15. Februar statt. Zu Gast in der bayerischen Landeshauptstadt sind Spitzenpolitiker aus aller Welt. Diese Chance nutzen gleich mehrere Vereine und Bewegungen, um für ihre Themen auf die Straße zu gehen und auf sie aufmerksam zu machen. Eine Übersicht über die geplanten Demonstrationen.

Münchner Sicherheitskonferenz 2026: Diese Demonstrationen sind geplant

Am kommenden Wochenende wird es voll in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Münchner Sicherheitskonferenz gehört zu den größten Veranstaltungen, die die Landeshauptstadt regelmäßig ausrichtet. Abseits der Tagungshotels Bayerischer Hof und Rosewood Munich sind einige Demonstrationen geplant. Laut einer Übersicht des Münchner Kreisverwaltungsreferats (KVR) sind bislang rund 120.000 Menschen zu den Veranstaltungen angemeldet. Geplant sind bisher 21 Demonstrationen.

In den vergangenen Jahren hatte es einen verhaltenen Zulauf zu den Demonstrationen gegeben – im Gegensatz zu diesem Jahr. Heuer bewegen die Menschen unterschiedliche Themen. Das wirkt sich auch auf die geplanten Demonstrationen aus. Die Proteste sollen zwischen Mittwoch, 11. Februar, und Sonntag, 15. Februar, dem letzten Tag der diesjährigen MSC, stattfinden. Interessierte können sich den folgenden Demonstrationen anschließen:

„Menschenrechte und Freiheit im Iran“

  • Veranstalter: Verein „The Munich Circle“
  • Worum geht es? Solidarität mit der Freiheitsbewegung im Iran
  • Wo? Theresienwiese
  • Wann? Samstag, 14.2. von 12 bis 17 Uhr
  • Angemeldete Teilnehmerzahl: 100.000

„Demonstration und Protest-Kette gegen die NATO-Kriegstagung“

  • Veranstalter: „Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz 2026“
  • Worum geht es? Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz
  • Wo? Zwischen Stachus/Karlsplatz und Marienplatz
  • Wann? Samstag, 14.2. von 13 bis 16.30 Uhr

„Demonstration für das Leben“

  • Veranstalter: „München steht auf“
  • Worum geht es? Friedliches und respektvolles Zusammenleben
  • Wo? Odeonsplatz
  • Wann? Samstag, 14.2. ab 13 Uhr

Weitere Themen der geplanten Demonstrationen

  • „Protest gegen die Unterdrückung im Südjemen“
  • „Protest gegen Rechtsextremismus in Deutschland“

Rund um die MSC: Münchner Verkehr beeinträchtigt

Die Verkehrslage in der Münchner Innenstadt wird damit am Wochenende der Sicherheitskonferenz erneut angespannt sein. Wegen der MSC besteht rund um den Veranstaltungsort Bayerischer Hof eine Hochsicherheitszone. Geplant sind Straßensperren und zahlreiche Polizeikontrollen. Die Demonstrationen in der Innenstadt kommen dann noch hinzu und fordern die eingesetzten Sicherheitskräfte.

Das Sicherheitskonzept der Stadt München ist entscheidend. Zur MSC 2026 werden zahlreiche internationale Politiker erwartet. Neben Außen- und Verteidigungsministern werden auch 65 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in München erwartet, wie die Leitung der Sicherheitskonferenz mitteilte. Zu den Gästen wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zählen. Eine Demonstration gegen den russischen Krieg in der Ukraine ist seitens der Münchner Bevölkerung aber bislang nicht geplant.

Mit Spannung wird unter anderem der Besuch des US-amerikanischen Außenministers Marco Rubio erwartet. Im vergangenen Jahr sorgte sein Parteikollege, der US-Vizepräsident J. D. Vance, mit seinen Äußerungen auf der Münchner Sicherheitskonferenz für Aufsehen und nachhaltige Diskussionen in Europa und innerhalb des NATO-Bündnisses.

(Diese Übersicht wird laufend aktualisiert.)

(Mit Informationen der dpa.)

  • Julia Mondry

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