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Berlin – Wie lange fährt die Angst noch mit? Nach dem brutalen Angriff auf Zugbegleiter Serkan C. (†36) zieht die Bahn jetzt die Notbremse. Nach BILD-Informationen aus Teilnehmerkreisen soll der große Bahn-Sicherheitsgipfel am nächsten Freitag in Berlin stattfinden. Bahn-Chefin Evelyn Palla ruft Bahn-Manager, Bundespolizei, Gewerkschaften, Verbände, andere Bahn-Unternehmen und den Verkehrsminister an den Tisch.

Das Ziel: Schluss mit der Gewalt auf der Schiene! Täglich werden laut DB-Statistik rund acht Mitarbeiter angegriffen. Verkehrsminister Patrick Schnieder (57, CDU) zu BILD: „Ich begrüße die Initiative der Bahnchefin, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, und bin dazu mit Frau Palla in einem engen Austausch. Nach dem schrecklichen Angriff auf einen Zugbegleiter müssen wir alles prüfen, um die Sicherheit zu verbessern.“

Schaffner Serkan C. war am Montag von einem Schwarzfahrer im Regionalzug von Kaiserslautern nach Saarbrücken so heftig verprügelt worden, dass er am nächsten Tag im Krankenhaus starb.

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Minister Schnieder hat bereits erste Gespräche mit dem Vorstand und dem Betriebsratsvorsitzenden der DB Regio geführt. Er kündigt an: „Alle Vorschläge müssen auch mit den Ländern erörtert werden, da diese im öffentlichen Personennahverkehr die Sicherheitsanforderungen vorgeben.“

Trauerfeier in der Alemi Islam Moschee in Ludwigshafen für den ermordeten Schaffner Serkan C.

Trauerfeier am Donnerstag in der Alemi Islam Moschee in Ludwigshafen für Schaffner Serkan C.

Foto: Sven Moschitz

Diese Maßnahmen stehen am Freitag auf der Agenda

  • Bodycam-Pflicht: Jedes Teammitglied im Zug soll eine Kamera tragen, um Schläger abzuschrecken.
  • Doppelbesetzung: Nie wieder ein Schaffner allein im Zug. Die Gewerkschaften fordern Security-Begleitung für jede Fahrt.
  • Sicherheits-Check an Bahnhöfen: Mehr Videoüberwachung und eine „Sicherheits-Offensive“ zusammen mit der Bundespolizei.