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Berlin – Aus Sicht der Wähler war diese Woche für Bundeskanzler Friedrich Merz (70) und seine Regierung kein Erfolg: In der neuesten INSA-Umfrage für BILD geht es wieder abwärts. Bitter für die Union: Ihr Kanzler stürzt ab – und sie liegt in der Wählergunst wieder hinter der AfD. Währenddessen bleibt die SPD zumindest stabil.

CDU/CSU verlieren im Sonntagstrend („Wie würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären?“) einen Prozentpunkt, landen bei 25 Prozent. Die AfD dagegen hält ihr Ergebnis der Vorwoche, bleibt bei 26 Prozent. Damit fällt die Union wieder hinter die Rechtsaußen-Partei, nachdem sie bei der letzten Umfrage erstmals seit Herbst gleichgezogen war. Die SPD verharrt bei 16 Prozent, bei den anderen Parteien ändert sich nichts.

Für den Kanzler kommt es noch dicker: Im Vergleich zur letzten Befragung stürzen seine persönlichen Werte ab. Demnach sind nur noch 23 Prozent der Befragten mit Merz’ Arbeit als Bundeskanzler zufrieden, ein Minus von fünf Prozentpunkten. Unzufrieden sind dagegen 67 Prozent (plus 5), 10 Prozent haben dazu keine Meinung oder wollten nichts sagen. Damit scheint die zuletzt steigende Zufriedenheit mit Merz (im Januar ging’s vier Prozentpunkte hoch) nur ein Strohfeuer gewesen zu sein …

Auch insgesamt kommt die schwarz-rote Bundesregierung schlechter weg als noch im Januar. Zufrieden mit der Arbeit sind nur noch 22 Prozent (minus 3), mehr als zwei Drittel (68 Prozent, plus 2) sind unzufrieden.

INSA-Chef Hermann Binkert (61) ordnet das Ergebnis für BILD ein, sagt: „Das Zwischenhoch vom Jahresanfang war aus Sicht der Befragten nicht nachhaltig genug.“ Besonders Friedrich Merz habe nicht weiter überzeugen können, mit ihm auch CDU und CSU. Binkert weiter: „Da die Zahlen für die SPD zumindest stabil bleiben, kann man außerdem ablesen, dass insbesondere Wähler, die der Union näher sind, die Regierungsarbeit zunehmend skeptisch beurteilen.“