Schlechte Nachricht für die Berliner Hintermannschaft kurz vor dem Spiel: Marton Dardai musste wegen Hüftproblemen kurzfristig passen, sodass Toni Leistner in die Startelf rückte. Nach einer Viertelstunde erwischte es dann auch Deyovaisio Zeefuik, der wegrutschte und sich wohl das Knie verdrehte. Julian Eitschberger ersetzte ihn.
Die neu formierte Berliner Abwehr hielt stand: Außer ein paar hoch gechippten Bällen aus dem Halbfeld in den gegnerischen Strafraum fiel dem Tabellenzweiten trotz Überlegenheit wenig ein. Auf der anderen Seite sorgte ein unbedrängter Kopfball von Herthas Linus Gechter für den ersten Aufschrei im Gästeblock (39.). Der zweite folgte sogleich, und wie: Nach Paul Seguins Eckstoß drückte Klemens den Ball per Kopf über die Linie und löste unverhoffte Ekstase im Berliner Block aus (42.). Berliner Halbzeit-Führung der Marke: aus dem Nichts.
Großchance für Hertha direkt nach Wiederanpfiff: Am Elfmeterpunkt kam Fabian Reese einsam zum Abschluss, scheiterte jedoch am Rücken von Florian Le Joncour (48.). Der Kapitän bügelte seinen Abschluss-Patzer wenig später aus: Im Vollsprint legte er den Ball auf Höhe der Strafraumkante elegant auf den zentral postierten Luca Schuler ab, der den Ball unhaltbar ins Eck jagte – 2:0 (58.). Dann hatte Leistner seinen großen Offensiv-Auftritt, als er die Kugel nach einem Abpraller von der Strafraumkante unter die Latte knallte zur endgültigen Entscheidung (79.).