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Hannover – Affenschädel? Von wegen! Was Zollbeamte am Flughafen Hannover im Gepäck eines Namibia-Reisenden entdeckten, entpuppte sich als Leopardenschädel – streng geschützt und ohne die nötigen Papiere. Der Fund am 25. Januar war nur der Anfang. Denn im Koffer warteten noch mehr illegale Souvenirs.

Das Gepäckstück des Namibia-Urlaubers bescherte den Zöllnern viel Arbeit, so das Hauptzollamt Hannover. Zunächst gab der Mann an, einen Affenschädel dabei zu haben. Doch die Experten stellten fest: Das ist ein Leopard! Für 75 Euro hatte er das Tier-Relikt auf einem Markt erstanden.

Leoparden sind streng geschützt

Das Problem: Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (internationales Abkommen zum Schutz bedrohter Tierarten) schützt Leoparden samt aller Körperteile. Ohne spezielle Genehmigung ist die Einfuhr verboten – die konnte der Reisende nicht vorlegen. Der Fall ging ans zuständige Bundesamt für Naturschutz. Die rechtliche Abwicklung und Dokumentation des Tierschädels habe „deutlich mehr Arbeits- und Rechercheaufwand“ erfordert, sagte Joline Kassner, Sprecherin des Hauptzollamts.

Doch damit nicht genug: Dazu kamen mehrere Fleischstücke – auch hier fehlten die Papiere. Die Kontrolleure zogen sie ein und entsorgten sie. Kassner: „Insbesondere bei verderblichen Produkten, wie beispielsweise Fleisch, erfolgt die unmittelbare Vernichtung der beschlagnahmten Waren.“

Diese Mitbringsel durfte er behalten

Immerhin: Die mitgebrachten Zigaretten hatte er korrekt angemeldet. Nach einer Kontrolle durfte er ein Springbockfell behalten.