Sie wurden schon viel diskutiert: die neuen großen Stellwände, um die Plakatflut im Vorfeld der Kommunalwahl zu verhindern. An insgesamt 27 Stellen in Friedberg und seinen Stadtteilen wurden sie aufgestellt. Rund 130.000 Euro kostete die relativ zeitnahe Umsetzung vor der anstehenden Kommunalwahl im März.

Bereits im Stadtrat waren sie nicht unumstritten. Der Antrag geht auf die SPD-Fraktion zurück, die dafür eine knappe Mehrheit bekommen haben. Die CSU/FDP-Fraktion stimmte dagegen: Die Kosten seien zu hoch und die Standorte nicht optimal, bekräftigte der CSU-Stadtverbandsvorsitzende Florian Fleig auch im Nachgang nochmal. In der internen Facebook-Gruppe „Du kommst aus Friedberg (Bayern), wenn…“ wurde ebenfalls durchaus kontrovers diskutiert, insbesondere über die Standorte.

Facebook-Stimmungsbild zeigt: Friedberger finden die Plakatwände ganz gut

Bei einem Reaktionsbild der Friedberger Allgemeine auf Facebook zeigt sich nun aber ein überraschend deutliches positives Ergebnis: Von kann 520 Reaktionen fielen mehr als 500 positiv aus – sprich mit „Daumen hoch“. Zugegeben, das kann schnell auch mal aus Versehen passieren, schließlich ist das die „Standard-Reaktion“ auf Facebook. Doch auch die Kommentare spiegeln überwiegend eine postive Einschätzung der Menschen zu den Plakatwänden wider.

Fritz Seher etwa schreibt: „Mega gut! Endlich hat dieser Einzelplakatierungsunsinn ein Ende. Wer‘s vermisst, muss nur nach Augsburg blicken. Schrecklich! Bitte auf jeden Fall beibehalten!“ Tatsächlich ist das für viele der eigentliche positive Aspekt: dass durch die Plakatwände die Einzelplakate eingedämmt werden. Thomas Merker spricht von einem „Plakatwahnsinn“, der dadurch ein Ende hat. Und Benjamin Auerbach beschreibt es recht konkret: „Besser als wenn jeder Laternenpfahl voll ist…“

Plakatwände in Friedberg: Manchen Nutzern geht die Regelung noch nicht weit genug

Manchen gehen aber selbst die Plakatwände noch nicht weit genug. Viele stellen in Frage, ob Plakate ganz grundsätzlich noch gebraucht werden. Alfred Schlemmer findet: nein. Er schreibt: „Sowieso schade um das Geld, Ich wähle kein Plakat!“ Ähnlich argumentiert auch Jamina Chavel: „Mal ehrlich: Die Leute wählen doch eh wen sie wollen. Da ändert doch kein Plakat etwas an der Wahlentscheidung…. Kostet nur Geld und macht Müll.“

Zum Vergleich: So sieht es derzeit in Augsburg an manchen Straßen aus.

Icon vergrößern

Zum Vergleich: So sieht es derzeit in Augsburg an manchen Straßen aus.
Foto: Ulrich Wagner (Archivbild)

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Zum Vergleich: So sieht es derzeit in Augsburg an manchen Straßen aus.
Foto: Ulrich Wagner (Archivbild)

Einen konstruktiven Vorschlag gab es von Ralph Amberger. Er befindet die Stellwände als grundsätzlich nicht schlecht, würde sie aber in der Größe deutlich reduzieren: „DIN-A4-Größe und nur mit QR-Codes“. Alexander Heinle bringt aber bei aller Diskussion um Wahlwerbung die eigentliche Hauptsache der Kommunalwahl auf den Punkt: „Das Wichtigste ist, dass die Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Jede Stimme kann Veränderungen herbeiführen.“

  • Marina Wagenpfeil

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • 86316 Friedberg

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Plakatwand

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis