
AUDIO: Nachrichten 10:00 Uhr – 08.02.2026 (4 Min)
Stand: 08.02.2026 12:06 Uhr
Das Eis auf der Ostsee in Scharbeutz hat in den vergangenen Tagen viele Schaulustige angelockt. Immer wieder waren Menschen auch auf der Eisfläche unterwegs – einige von ihnen brachen ein.
In Scharbeutz im Kreis Ostholstein sind am Sonnabend mehrere Menschen auf der zugefrorenen Ostsee spazieren gegangen. Einige von ihnen sind dabei ins Eis eingebrochen, wie Polizei und Feuerwehr NDR Schleswig-Holstein bestätigen. Fast im Stundentakt wurden am Vormittag Rettungskräfte dorthin gerufen. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand, die meisten Menschen schafften es selbst aus dem Eis heraus.
Mehrere Einsätze am Sonnabend
Der erste Einsatz sei schon kurz vor zehn Uhr gewesen, berichtet die Freiwillige Feuerwehr Scharbeutz. Ein Mann und sein Hund waren auf dem Eis eingebrochen. Der Mann konnte sich selbst helfen, er bekam aber seinen Hund nicht sofort aus dem Wasser. Die Einsatzkräfte konnten das Tier retten. Auch am Freitagabend war laut Feuerwehr eine weitere Person eingebrochen und musste gerettet werden. Sie blieb unverletzt.

In Lübeck und Scharbeutz sind mehrere Personen ins kalte Wasser gefallen. Das Eis trägt trotz der Temperaturen nicht überall.
Eis soll nicht betreten werden
Die Einsatzkräfte warnen eindringlich vor Spaziergängen auf den Eisflächen – das sei lebensgefährlich. Auch die Bürgermeisterin von Scharbeutz, Bettina Schäfer (parteilos), ruft dazu auf, das Eis nicht zu betreten. Die Lage sei unberechenbar. Es könne an einer Stelle fest wirken und wenige Meter weiter plötzlich hauchdünn sein, betont sie. Dazu kämen Wind, Strömungen, Wellen und die wechselnden Temperaturen.
Außerdem sollten Eltern ihre Kinder darüber aufklären, so Schäfer weiter. In den vergangenen Tagen wurden immer wieder auch Familien samt Kindern auf dem Eis der Scharbeutzer Ostsee beobachtet.
Auch andernorts in Norddeutschland warnen Einsatzkräfte und Behörden vor dem Betreten der Eisflächen, so zum Beispiel im Bereich der Ostseeküste vor Rügen.
Tauwetter: Eis fängt an zu schmelzen
Darüber hinaus herrscht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Schleswig-Holstein aktuell Tauwetter. Die Temperaturen liegen nur knapp um die 0-Grad-Celsius-Marke. Bis Donnerstag sollen die Temperaturen von Südwesten her milder werden und auf 4 Grad Celsius steigen.

Bei Temperaturen über null schmelzen im ganzen Norden Eis und Schnee. Polizei und Feuerwehren warnen, auf keinen Fall mehr die Eisflächen zu betreten.

Das Betreten von Eisflächen ist momentan lebensgefährlich. Über eine Freigabe entscheidet die jeweilige Gemeinde.