Martin Gantner als Hans Sachs in „Die Meistersinger von Nürnberg“ Foto: Matthias Baus
Elisabeth Stöppler inszeniert an der Staatsoper Stuttgart „Die Meistersinger von Nürnberg“ mit einem fantastischen Ensemble – und fesselt sechs Stunden lang ihr Publikum.
Ein weißer Raum, so weiß wie ein leeres Blatt Papier. Hans Sachs, der Schumacher und Poet, holt sich Tisch und Stuhl, setzt sich mit dem Bleistift hin. „Fanget an!“ Nein, so einfach geht das nicht, Sachs grübelt, streicht das „Fanget an!“ wieder durch. Was könnte alles passieren? Eva kommt jetzt herein, noch braust und feiert sich das Orchester durchs C-Dur-Vorspiel. Auch diese Frau will Dichterin sein. Flüssig schreibt die emanzipierte Eva: „So rief der Lenz in den Wald.“ Es ist das Lied, mit dem Walther, ihr Liebhaber, sich um sie bewerben will.
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