„Ich schlag‘ sie alle“, hatte Luka He im Vorfeld bereits selbstbewusst klargestellt. Der Zehnjährige ist nicht nur ein vielversprechender Tischtennis-Nachwuchsspieler, er hatte auch den Mut, sich einer besonderen Herausforderung zu stellen.

Im Pop-up-Store „Balla Balla“ trat Luka am Sonntagnachmittag gegen 100 Gegner aller Altersklassen an. Amateure und Profis wollten sich mit dem selbstbewussten Spieler messen und mussten feststellen, Luka hatte nicht übertrieben. Gespielt wurde immer nur um einen Punkt. Er schaffte es tatsächlich, das besondere Match mit 100:10 für sich zu entscheiden.

Souverän schlug er seine Bälle, ganz gleich, wie trickreich seine Herausforderer aufschlugen. Beim Zwischenstand von 50:7 riet er seinen Gegnern: „Schlagt von der Platte aus auf“. Es half nichts, Punkte sammelte vor allem Luka.

Er ist der mittlere von drei Geschwistern der Familie He. Alle hat das Tischtennis-Fieber gepackt. Dabei sahen vor allem die 13-jährige Emilie und Luka ihre sportliche Zukunft zunächst auf dem Tennis-Court. Doch dann stellte sich heraus, dass Emilie eine starke Pollenallergie hat und die Spiele auf Plätzen unter freiem Himmel für sie zur Qual wurden. „Unsere Eltern schlugen daher Tischtennis als Alternative vor“, erzählte Lukas ältere Schwester. Gegeneinander treten die beiden eher selten an. „Als wir noch kleiner waren, habe ich schon mit Luka gespielt, aber inzwischen sind wir in getrennten Teams. Er spielt bei den Jungs, ich bei den Mädchen“, verriet Emilie, während Luka gerade wieder locker einen weiteren Punkt eingeheimst hatte. Beide sind inzwischen im Jugendkader von Borussia Düsseldorf.

Dann trat die kleine Schwester Anna an die Tischplatte und forderte Luka heraus. Aufschlag und „ein Punkt für Anna“. Luka merkte später an, dass er mit Absicht verloren habe, damit die Siebenjährige noch eine weitere Runde spielen konnte. Dieser Punkt ging dann allerdings an ihren größeren Bruder.

Gefragt, was er bei dem Match als größte Herausforderung empfunden hat, sagte Luka: „Dass ich mich so schnell auf immer wieder neue Spieler einstellen musste. Ich wusste ja nie, wie gut sie sind“. In der Halbzeit gönnte sich das vielversprechende Talent nur eine kleine Trinkpause, dann ging es in die nächsten Runden.

Nach gerade einmal 20 Minuten war das besondere Match aber schon entschieden. Luka hatte die Challenge „Beat the Kid“ haushoch für sich verbuchen können. Sein Papa war sichtlich stolz auf die Leistung seines Filius und strahlte über das ganze Gesicht.

Initiiert wurde das Spaß-Turnier von Alain Bieber. Der ehemalige künstlerische Leiter des NRW-Forums hatte Vater und Sohn bei einem offenen Turnier im neuen Pop-up-Store „Balla Balla“ im DüWell kennengelernt, als sie gegeneinander spielten und dann die Idee für den Wettbwerb gehabt.