
Stand: 08.02.2026 17:46 Uhr
Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben eine Frau mit einem medizinischen Notfall von einem Kreuzfahrtschiff geholt. Sie kam in eine Spezialklinik.
Nach Angaben der DGzRS war die 58-jährige Passagierin aus England während der Fahrt des Kreuzfahrtschiffs „MSC Poesia“ von Southampton nach Hamburg plötzlich auf einem Auge erblindet. Sie musste schnellstmöglich ärztlich behandelt werden. Hubschrauber konnten wegen der niedrigen Temperaturen jedoch nicht eingesetzt werden – es bestand Vereisungsgefahr.
Seenotretter bringen Passagierin nach Hooksiel
Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte daher den Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“. Die „MSC Poesia“ befand sich zu diesem Zeitpunkt nördlich der Ostfriesischen Inseln. Während der Seenotrettungskreuzer unter Höchstgeschwindigkeit auslief, kam ihm das Kreuzfahrtschiff entgegen. Gegen 22.30 Uhr trafen sich beide Schiffe nördlich der Insel Langeoog. Die Patientin wurde laut DGzRS sicher von dem 300 Meter langen Kreuzfahrtschiff auf den 23 Meter langen Seenotrettungskreuzer übergeben. Die Seenotretter brachten die Frau anschließend nach Hooksiel. Gegen Mitternacht traf dort nahezu zeitgleich ein Rettungswagen ein und brachte die Patientin in eine Spezialklinik.

Die Seenotretter der DGzRS waren am Wochenende zweimal im Einsatz. Noch immer liegt eines der Schiffe vor Cuxhaven.

Der Eigentümer sollte ein Konzept für die Bergung des vor Cuxhaven auf Grund gelaufenen Schiffs vorlegen – er reagierte aber nicht.

Die Crew entdeckte ihren vor Cuxhaven vermissten Kameraden an Bord des Frachters. Dabei war er bereits tot geglaubt.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 08.02.2026 | 14:00 Uhr