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Mit seinem Tor blies der 1. FC Nürnberg in Paderborn (1:2) noch einmal zur Aufholjagd. Doch am Ende reichte es nicht mehr für einen Punktgewinn.
Abwehrmann Luka Lochoshvili (27) versuchte nach dem Schlusspfiff gar nicht erst, über seinen sehenswerten Anschlusstreffer zu sprechen. Genauso suchte er auch nicht nach Entschuldigungen – wie etwa die Unterzahl nach der Roten Karte von Rafael Lubach (21). Der Georgier ging vielmehr mit sich und der Mannschaft hart ins Gericht: „Ich bin sehr enttäuscht. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir keine Einstellung, keine Gier. Es war inakzeptabel. Wir haben sehr schlecht gespielt.“
Lochoshvili zerlegt den Club
Was dem Abwehrhünen besonders sauer aufstieß: „Wir müssen aggressiver in den Zweikämpfen sein, gieriger in den Duellen. Diese kleinen Dinge sind letztlich das Entscheidende, und das haben wir in der ersten Halbzeit nicht getan. Paderborn zog so das Spiel auf seine Seite. Noch einmal: Das war inakzeptabel!“
Dass der FCN erst in Unterzahl ein anderes Gesicht zeigte, konnte den Nationalspieler auch nicht wirklich trösten: „Da haben wir dann etwas Einstellung gezeigt. Mit Glück können wir sogar noch unentschieden spielen. Aber es war insgesamt einfach nur enttäuschend.“ Lochoschvili verwundert deshalb auch die schlechte Auswärtsbilanz nicht. In dieser Rubrik ist der FCN jetzt sogar Tabellenletzter der 2. Liga (nur sieben Punkte): „Wir hatten unglückliche Partien wie Schalke oder Darmstadt, in denen wir einfach nicht getroffen haben. Wir müssen uns einfach mehr fokussieren. Wir haben viele junge Spieler. In Auswärtsspielen hast du mehr Druck, du musst mit der Atmosphäre umgehen können. Es ist wirklich schlecht, dass wir da unten stehen. Ich hoffe, wir können das schon bald korrigieren.“
Maximal unglücklich verlief auch das Debüt von Lochoshvilis Nebenmann Styopa Mrktchyan (22). Der Armenier (kam von NK Osijek/Kroatien) war bei seinem ersten FCN‑Auftritt an beiden Gegentoren beteiligt, verschuldete den Elfmeter zum 0:1. Zumindest ihn nahm Lochoshvili in Schutz: „Styopa muss sich erst noch an unser System und die Liga gewöhnen. Er ist noch jung und ich hoffe, er hat gute Qualitäten und kann sich jetzt von Woche zu Woche durch das Training weiterentwickeln.“