Berlin – Die Grippewelle sorgt für volle Wartezimmer in den Arztpraxen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind Menschen aller Altersgruppen von der steigenden Zahl an Influenza-Erkrankungen betroffen, wie es im aktuellen Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen heißt. Der Bericht bezieht sich auf die Woche zwischen 26. Januar und 1. Februar. Nachgewiesen werden überwiegend Influenza-A-Viren.
Nicht nur die Zahl der Grippe-, sondern auch der RSV-Fälle stieg zuletzt stark. Akute Atemwegserkrankungen betreffen sowohl Kinder als auch Erwachsene. Das RKI geht von rund 8.800 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner aus, unabhängig von einem Arztbesuch.
Hochgerechnet entspricht das einer Gesamtzahl von etwa 7,4 Millionen akuten Atemwegserkrankungen. Die Experten sprechen von einem hohen, aber für diese Jahreszeit üblichen Niveau.
Die geschätzte COVID-19-Inzidenz ist den Angaben zufolge niedrig und liegt bei etwa 100 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der an das RKI gemeldeten Fälle ging leicht zurück.
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Nach Angaben des RKI ging die Zahl schwerer akuter Atemwegserkrankungen in der Woche ab 26. Januar in den Krankenhäusern leicht zurück und lag auf moderatem Niveau. Vier von zehn neu aufgenommenen Patienten hatten eine Influenzadiagnose. Bei Kindern zwischen fünf und 14 gab es bei den Krankenhauseinweisungen einen leichten Anstieg.
- Fachgebiete:
- Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie