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Gelsenkirchen – Schon vor dem Spiel musste ein Großaufgebot der Polizei die verfeindeten Ultra-Gruppen von Schalke 04 und Dynamo Dresden trennen. Die Problemfans aus Gelsenkirchen hatten sich vor ihrem Vereinsheim getroffen, bis zu 900 Schalker wollten vermutlich einen anreisenden Konvoi von Dresdnern attackieren. Die Polizei stoppte die Kleinbusse. So blieb es vor dem Spiel ruhig. Doch nach dem Match entlud sich die sinnlose Gewalt.

Fußballfan brutal zusammengeschlagen

Erneut in der Nähe des Schalker Ultras-Vereinsheims stoppten laut Polizei „augenscheinlich Anhänger des FC Schalke 04“ einen weißen VW Polo. Sichtbar am Steuer: ein Dresden-Fan. Polizeisprecher Thomas Nowaczyk zu BILD: „Nach ersten Ermittlungen war der Mann zusammen mit zwei weiteren Personen auf dem Heimweg nach Lennestadt, als gegen 16 Uhr etwa fünf bis sechs Personen plötzlich das Fahrzeug in einem Rückstau an einer Kreuzung umzingelten und anhielten.“

Als Machtdemonstration marschierten 900 Schalker Ultras zum Stadion, hier in der Nähe kam es später zu der brutalen Attacke auf den Dresden-Fan

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Foto: Justin Brosch / ANC-NEWS

Einer der Tatverdächtigen habe das Opfer dann nach seiner Fanzugehörigkeit gefragt. „Danach hat der Angreifer den Geschädigten mehrfach durch die gewaltsam geöffnete Fahrertür ins Gesicht geschlagen und ihm anschließend den Fan-Schal geraubt. Auch der Beifahrer wurde attackiert. Ihm hat man den Fan-Schal vom Hals gerissen. Dabei wurde er leicht verletzt.

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Laut Zeugen flüchteten die blau-weißen Gewalttäter nach dem brutalen Angriff in verschiedene Richtungen. Der Polo-Fahrer kam zunächst in ein Krankenhaus in Gelsenkirchen. Aufgrund der Schwere seiner Kopf- und Augenverletzungen musste er danach in eine Spezialklinik verlegt werden. Seine Augenhöhle ist gebrochen, es drohen schwere Folgeschäden.

Polizei sucht Zeugen nach Spiel Schalke gegen DynamoUm beim Hochrisikospiel in Gelsenkirchen für Sicherheit zu sorgen, waren mehrere Hundertschaften im Einsatz

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Foto: Justin Brosch / ANC-NEWS

Der Hauptverdächtige trug laut Zeugenaussagen einen blauen Hoodie und hatte eine hellblonde, hochgestylte Kurzhaarfrisur. Ein weiterer Tatverdächtiger soll eine leicht dunkle Hautfarbe haben, ein weiterer trug einen blauen Pullover mit der Aufschrift „Ruhrpott“. Die Polizei sucht dringend weitere Zeugen des Vorfalls und bittet um Hinweise unter den Telefonnummern 0209 365 5120 oder 0209 365 8240.